Mit knapp 1000 Kindern hatte sich die Teilnehmerzahl beim Stadtlauf im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
„Auf die Plätze, Fertig, Los!“ hieß es gestern pünktlich um 16 Uhr für die 222 drei- und vierjährigen Läufer der ersten „Bambini“-Gruppe, nachdem Oberbürgermeister Jörg Lutz den Startschuss, äh, – die Startklappe betätigt hatte. Obwohl es die ganze Woche mitunter sintflutartig geschüttet hatte, blieb es am gestrigen Donnerstagnachmittag bei angenehmen 20 Grad trocken – sogar die Sonne ließ sich blicken. Hätte es wider Erwarten geregnet, wären laut städtischem Orgateam die Sporthalle der Hebelschule, der Burghof und die Bonifatiuskirche ins Spiel gekommen.
Startpunkt war der Brunnen auf dem Marktplatz. Die drei- und vierjährigen Kinder mit den sonnengelben T-Shirts liefen begeistert los, schnell waren eine Menge vor Anstrengung geröteter Kindergesichter zu sehen. Trotz expliziten Verbotes hatte sich das ein oder andere Elternteil in die Läufergruppe geschummelt, um handhaltend die Richtung zu weisen. Hier flossen auch schon die ersten Kindertränen, ein paar ganz Junge hatten einfach nicht mitbekommen, dass es schon losgegangen war. Leider ereignete sich hier auch schon der erste und einzige Unfall, weil eine Mutter in der Läufergruppe über ein Kind stolperte und ärztlich versorgt werden musste.
Schon eine halbe Stunde später ging es für die zweite Läufergruppe „Bambini II“, das waren die Kindergarten-Kinder ab fünf Jahren, los. Die 262 Kids mit grasgrünen T-Shirts liefen begeistert um die Wette. Zum dritten Durchlauf starteten 277 Kinder ab dem Chesterpark. Darunter auch die beiden achtjährigen Schülerinnen der Fridolin-Grundschule Sophia und Julia, die nach eigenen Angaben recht gut geschlafen und beide Müsli gefrühstückt hatten und sich entsprechend auf die sportliche Herausforderung gut vorbereitet sahen. Den letzten Lauf bestritten Dritt- und Viertklässler, die mit ihren leuchtend blauen T-Shirts an der Bonifatiuskirche starteten.
Weil sich die Organisation des Lauf-Events der ersten Auflage im vergangenen Jahr bewährt habe, sei daran nichts geändert worden, hieß es aus dem städtischen Orgateam.
Eine besondere Herausforderung sei allerdings gewesen, das Engagement der Narrengilde zu ersetzen, die in diesem Jahr den Lauf nicht mehr unterstützte – wodurch zusätzliches Personal als Streckenposten und Absperrmaterial organisiert werden musste. Eine Mutter, die am Streckenrand anfeuerte, lobte in einer Pause die Organisation des Events: Die T-Shirts seien bereits am Mittwoch in den Schulen verteilt worden, was den Ablauf sehr erleichtert habe. Und auch, dass der Lauf kostenlos sei, habe die Stadt richtig gut gemacht.