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Lörrach/Rheinfelden 80.000 Euro im Hemd versteckt

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Lörracher Zöllner finden bei der Kontrolle eines Schweiz-Reisenden versteckte 80.000 Euro. (Symbolbild) Foto: dpa

Rheinfelden - Ein Reisender aus Norddeutschland versteckt 80.000 Euro am Körper und wird von der Polizei als Geldschmuggler enttarnt. Am Zollamt Rheinfelden-Autobahn durchsuchten ihn Zollbeamte und entdeckten ein Sweatshirt mit eingenähten Geldtaschen auf der Rückseite. 

Auf die Frage der Beamten nach mitgebrachten Waren gab der 62-Jährige an, sich nur für einen Tag zu Besuch in der Schweiz aufgehalten und nichts dabei zu haben. Auch die Frage nach mitgeführtem Bargeld oder Barmitteln im Wert von 10.000 Euro oder mehr verneinte der Reisende. Die anschließende Untersuchung des Fahrzeugs und des Gepäcks des Mannes lieferten Hinweise auf ein Schweizer Bankkonto. Nach wie vor hielt er jedoch an der Angabe fest, lediglich 100 Euro an Bargeld in seiner Geldbörse dabei zu haben.Kurz darauf wurde er jedoch einsichtig und präsentierte den Beamten 80.000 Euro in vierzig 500er Scheinen, die er in vier speziell auf dem Rückteil des Sweatshirts aufgenähten Taschen versteckt hatte.

Gegen den Schmuggler wurde vor Ort ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Er durfte seine Reise fortsetzen.

"Reisende dürfen Barmittel in uneingeschränkter Höhe mit sich führen. Beträgt deren Wert jedoch 10.000 Euro oder mehr, müssen diese bei der Einfuhr in die Europäischen Union und auch bei der Ausfuhr unaufgefordert beim Zoll schriftlich angemeldet werden", so Antje Bendel, Pressesprecherin des Hauptzollamts Lörrach. Auch bei der Ein- oder Ausreise in einen Mitgliedstaat der Europäischen Union, etwa aus und nach Frankreich oder Österreich, seien mitgeführte Barmittel in dieser Höhe auf Befragen von Kontrollbeamten anzugeben. Die Bestimmungen dienen der EU-weiten Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierungen und anderen illegalen Handlungen. Der Begriff Barmittel umfasst dabei Bargeld in beliebiger Währung, auch solche, die keine gültigen Zahlungsmittel sind, aber in gültige umgetauscht werden können. Daneben fallen unter diese Regelung Wertpapiere, wie zum Beispiel Sparbriefe, (Reise-)Schecks, Aktien und Wechsel. Auch Sammler- und Anlagemünzen sind anzumelden. Für diese ist nicht der auf der Münze aufgeprägte Nominalwert maßgeblich, sondern deren tatsächlicher Wert. "In den letzten Jahren hat der Barmittelschmuggel aus der Schweiz deutlich abgenommen", so Bendel weiter. Hier greife vermutlich die seit einigen Jahren von der Schweizer Bankenwelt verfolgte Weißgeldstrategie, wonach die Banken darauf Wert legten, nur im Heimatland ordnungsgemäß versteuertes ausländisches Vermögen anzulegen.

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