Der Ortschaftsrat Haagen diskutierte über die aktuelle Entwicklung auf dem Lauffenmühle-Areal. Christa Rufer empfahl, die Mobilitätszentrale direkt beim Bahnhof Haagen zu schaffen.
Projektleiter Burkhard Jorg berichtete dem Ortschaftsrat am Dienstag über die aktuelle Entwicklung auf dem Lauffenmühle-Areal. Dort will die Stadt bekanntlich ein Gewerbegebiet mit dem Schwerpunkt „Holz“ und „Nachhaltigkeit“ entwickeln. Jorg berichtete, dass im Oktober die zweite Phase der Abrissarbeiten beginne. Unter anderem werden die alten Produktionshallen abgerissen. Bis Anfang 2027 soll der Bebauungsplan für eine Neubebauung stehen, ein Artenschutzkonzept ist in Arbeit. Bis 2029 soll die neue Ringstraße zur Erschließung der Baugrundstücke fertig sein – wichtige Voraussetzung für die Neuansiedlung von Firmen.
Stand der Vermarktung
Die Vermarktung des Lauffenmühle-Areals laufe gut, betonte Jorg. Das Projekt werde zunehmend in der Fachwelt beachtet. Bei Führungen und auch beim ersten Quartiersfest im vergangenen Jahr sei die Resonanz positiv gewesen. Um die Bevölkerung mitzunehmen, wird es zum zweiten Mal am 28. und 29. Juni ein Quartierfest Lauffenmühle geben.
Was die Räte sagen
Bernhard Sütterlin (CDU) fragte, warum es so lange dauere, bis Firmen sich ansiedeln können. Die Stadt brauche doch dringend Geld. Christa Rufer (SPD) legte Wert darauf, dass das Thema „Holz“ als Alleinstellungsmerkmal im Mittelpunkt bleibt, sowohl beim Bau der Gewerbebauten als auch bei der Auswahl ansiedlungswilligen Firmen. Sie regte an, die Mobilitätszentrale für das Lauffenmühle-Areal direkt am S-Bahn-Halt Haagen zu schaffen. Bisher ist sie am Nordrand des Areals, weggerückt vom S-Bahn-Halt, geplant.
Sieben Firmen als Nutzer
Rufer fragte außerdem, wer das Lauffenmühle-Areal aktuell zwischennutzt. Rainer Sautter vom „Bühneli“ fragte, ob das Theater Räume auf dem Lauffenmühle-Areal mieten könne. Grundsätzlich sei Kultur willkommen, antwortete Jorg. Man müsse aber klären, wie teuer eine notwendige Gebäudesanierung wäre.
Sieben Firmen nutzten das Areal aktuell, informierte Jorg. Die Stadt selbst nutze ein früheres Hochregallager. Zur Holzbauweise legte er dar: Vom Land mit Geldern aus der Holzbau-Offensive gefördert, würden derzeit die Rahmenbedingungen für Gewerbebauten in Holzbauweise abgesteckt und die Idee in die Öffentlichkeit getragen. Der Projektleiter sah keinen finanziellen Nachteil für die Stadt, wenn auf dem Lauffenmühle-Areal nur Firmen mit Schwerpunkt „Holz“ und „Nachhaltigkeit“ angesiedelt werden. Die Stadt verfüge über drei Gewerbegebiete mit unterschiedlichen Profilen, erklärte er. In „Brombach Ost“ könnten sich im Rahmen des Bebauungsplans Unternehmen aller Art niederlassen: Firmen hätten in Lörrach also Wahlmöglichkeiten.
Ortschaftsrat Brombach
Auch im Ortschaftsrat Brombach war das Areal Thema. Alexander Nöltner von der Abteilung Stadtplanung legte den Sachstandsbericht vor. Man sei jetzt in der Phase III, der planerischen Umsetzung des städtebaulichen Wettbewerbs, angekommen. Eingehende Untersuchungen gebe es zum Artenschutz. Dabei geht es um Vogel-Brutgebiete, Fledermausquartiere, Eidechsenhabitate, Heuschrecken und Schmetterlinge. Die nächsten Schritte seien die Ausschreibung für den Rückbau, die Erschließungsplanung, ein Mobilitäts- und Energiekonzept sowie Ausgleichsmaßnahmen.