Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Löffingen Wildkräuter sind für diesen Koch wichtiger als Fleisch

Von
Michael Messmer ist überzeugt von der Wichtigkeit von Wildkräutern. Foto: Pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

Löffingen - Gastronomen sind die großen Verlierer in der Corona-Krise. Lindenwirt Michael Messmer zeigt sich kreativ.

Einige Gastronomen bieten zwar einen Abhol- oder Lieferservice an, doch Lindenwirt Michael Messmer setzt zusätzlich auf die gute frische Küche daheim.

Mehrmals wöchentlich stellt Messmer während der Corona-Pandemie leckere Wildkräuter-Rezeptideen zum Nachkochen ins Internet. Früh morgens macht sich der Küchenchef auf den Weg, um Kräuter zu sammeln, die dann dann vor der Videokamera verarbeitet werden. Schritt für Schritt wird auf den Social-Media-Kanälen erklärt, wie die Rezepte von den Zuschauern nachgekocht werden können. Naturküche mit regionalen und saisonalen Spezialitäten ist bei Michael Messmer angesagt. Die neuste kulinarische Kreation ist ein Vogelbeerblätter-Kaiserschmarrn mit Mandelgeschmack. Doch auch Wildkräuter-Brennesselknödel, Kräutersalz, Brennessel Smoothie, Bärlauchknöpfle, Brennesselomelette, Frühlingssuppe, Kraut-Kohlrabi-Apfelsalat mit Scharbockskraut, Brennessel-Lungenkraut-Omelette oder Hustensaft vom schwarzen Rettich kann man in der Online-Kochshow finden.

Die Idee dahinter ist, die Menschen von der Wichtigkeit der Wildkräuter zu überzeugen. "Wir haben Superfood vor der Haustüre", sagt Michael Messmer, der seine Online-Kochshow seit dem 20. März betreibt. Auch eine Wildkräuterbestimmung gehört dazu: Von der Brennessel sagt der Löffinger Küchenchef, "sie ist eine der wichtigsten Heil- und Gesundpflanzen". Vom Scharbockskraut sollte nur die Blüte in kleinen Mengen verwendet werden. Das gefleckte Lungenkraut ist bei Manchen auch als Max und Moritz bekannt. Derzeit sind die Blätter der Eberesche im Blickpunkt die einen Mandelgeschmack aufweisen.

"Ich hoffe, dass die Wildkräutergerichte die Leckereien der Zukunft werden und Fleisch als Hauptspeise verdrängen", sagt Messmer. Essen als Genuss und Lebensqualität, verrückte Ideen mit klarer Strategie, aber vor allem regional und authentisch – das sei die Kochkultur der Zukunft. Dabei geht Michael Messmer weg von den Industrieprodukten, die seiner Ansicht nach sehr oft Allergien und Unverträglichkeiten nach sich ziehen und zu viel Salz, Zucker, Fett und Zusatzstoffe enthalten.

Erst im Januar hat er beim Tourismustag in Stuttgart die hochkarätigen Gäste mit Spinatbisquit, gefüllt mit roter und gelber Bete, auf einem Perldinkelrisotto mit Kürbis und Wirsing überzeugt. Zusammen mit Hanni Rützler, Ernährungswissenschaftlerin und Foodtrendforscherin mit einem Lehrstuhl in Asien, hat der Löffinger Gastronom Werbung für den "Genuss von Morgen" gemacht. Dass dieses Kochen für Jeden möglich ist, sollen die Videos, die drei Mal pro Woche gedreht werden, aufzeigen. Die Videos gibt es im Internet: www.bleibtgesund.com

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.