Freiburgs neuer Erzbischof kommt aus Seppenhofen
Freiburg/Seppenhofen. Stephan Burger (52, Domkapitular) wird am 29. Juni auf dem Diözesantag offiziell mit der Bischofsweihe die Nachfolge von Amtsinhabers Robert Zollitsch für die zwei Millionen Katholiken im Bistum antreten. Erzabt Tutilo wird den neuen Erzbischof bei der Weiheliturgie (ab 14.30 Uhr) begleiten.
Zollitsch, seit 2003 im Amt, möchte zu seinem 75. Geburtstag im August aus Altersgründen sein Amt niederlegen. Papst Franziskus ernannte ihn bis zum Amtsantritt eines Nachfolgers zum Apostolischen Administrator der Erzdiözese Freiburg. Nun hat der Papst den Löffinger zum neuen Erzbischof ernannt. Dies wurde gestern zeitgleich in Rom und in Freiburg bekannt gegeben.
Burger ist in Löffingen-Seppenhofen – wo die Eltern sowie seine Geschwister mit ihren Familien leben – aufgewachsen und studierte in Freiburg und München Theologie und Philosophie. Der Bruder des neuen Erzbischofs Tutilo Burger, ist Benediktiner und seit 2011 Erzabt der Abtei Beuron. Nach der Priesterweihe 1990 wurde er 1995 Pfarrer der Gemeinde St. Mauritius im Süden des Rhein-Neckar-Kreises in der Nähe von Heidelberg und Speyer. Neben seinem Dienst als Pfarrer absolvierte er von 2004 bis 2006 ein Aufbaustudium am Kanonistischen Institut der Universität Münster, das er mit dem Lizentiat im Kanonischen Recht abschloss. Bereits seit 2002 war Burger am Offizialat als Defensor vinculi (Bandverteidiger) und seit 2006 als Promotor iustitiae (Kirchenanwalt) tätig.
Weihbischof Bernd Uhl, der als Dompropst das Domkapitel leitet, erklärte laut Domradio zur gestrigen Ernennung: Wir sind Papst Franziskus dankbar und alle froh, dass die Zeit des Wartens auf einen neuen Erzbischof nun ein Ende hat. Wir konnten mit Stephan Burger einen kompetenten Seelsorger zum Erzbischof wählen.