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Löffingen Schon der Titel lässt aufhorchen

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Eine große Facette seiner Arbeit zeigt Bernhard Kucken in Löffingen. Im Bild links (von links): Bürgermeisterstellvertreter Bernd Behnke, Opernsängerin Susanne Hille, Bernhard Kucken und die Vorsitzende des Kunstvereins, Brigitte Leber. "Ankucken" und staunen: Die "Statue of Liberty" begeistert Heide und Walter Kromer und auch die Rötenbacher Künstlerin Annemarie Hampel (Bild rechts). Fotos: Bächle Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Gerold Bächle

Löffingen. "Ankucken" schon der Titel macht neugierig. Die Lösung liegt in der einmaligen Darstellung der Werke von Bernhard Kucken, der in der Städtischen Galerie seine Exponate zeigt.

Bilder und Skulpturen zum "Ankucken", die zum Austausch und Nachdenken einladen und oft mit einem Lächeln oder einem Stirnrunzeln "angekuckt" werden.

Nicht nur die Ausstellung selbst birgt außergewöhnliche Kunst, auch die Vernissage wurde durch die Opernsängerin Susanne Hille, die Ehefrau des Künstlers, mit klassischen Opernpartien und alten Liedern im neuen Gewand präsentiert. So entstand eine nicht alltägliche Performance der Klang- und Kunstprojekte dieses Künstlerpaars aus Düsseldorf.

"Ein Kunstgenuss für alle Sinne", so resümierte Bernd Behnke, der Vertreter der Stadt. Dank des Kunstvereins um Brigitte Leber sei das kleine Löffingen zu einer Kunststadt mit Namen geworden.

"Bernhard Kucken wird immer auch Erzähler genannt", sagte Leber bei der Einführung. Er thematisiere Kunstwerke von bekannten Künstlern, um sie als Ausgangspunkt zu verändern, zu erweitern, umzudeuten, kritisch zu hinterfragen oder mit einem ironischen Augenzwinkern darzustellen.

Schon beim Eintritt in die Galerie fällt die große in grün gehüllte Frauenstatue "Statue of Liberty" auf. Während diese Figur in New York in eine Robe gehüllt ist, stellt sie Bernhard Kucken total verhüllt und mit drei Gesichtern dar. Ausdrücke der verschiedenen Stimmungen, nachdenklich, schreiend, erhaben. Freiheit bedeutet dem Künstler sehr viel, was auch in der "kleinen Freiheit" oder im Bild "Die Freiheit führt das Volk" beeindruckend dargestellt wird. Während Eugene Delacroix die Freiheit als gewaltbereite entblößte Kämpferin vor einer bewaffneten Menschenmenge darstellt, zeigt das Gemälde von Bernhard Kucken diese Freiheit als Spiegelung mit der Aussage "jede Revolution hat auch ihre Umkehrung und Rückansicht". Das Bild des Menschen ist ein ewiges Thema in der Kunst von Bernhard Kucken, wie die Ausstellung zeigt. Dabei begegnet er dem Menschen mal liebevoll "Drei Grazien", mal kritisch "Jörg und Affe", aber immer mit Respekt und voller Emotionen. Mit Jörg verbindet er den bekannten Künstler und Kollegen Jörg Immendorff.

Auch seinem zweiten Kollegen Joseph Beuys widmet er ein Kunstwerk "für B.S.", eine kritische Auseinandersetzung mit der Beuysschen Formel Kunst=Kapital. "Auch in den Bronzeskulpturen "Albrecht" und "Gerhard" stecke ein kritischer Seitenhieb", wie Brigitte Leber betonte. Mit Albrecht habe sich der Künstler dem Selbstportrait von Albrecht Dürer angenommen, mit Gerhard sei der Maler Gerhard Richter gemeint.

"Ankucken" heißt die aktuelle Ausstellung in der Städtischen Galerie in Löffingen. Zu sehen sind außergewöhnliche Werke des Düsseldorfer Künstlers Bernhard Kucken, der hier eine große Bandbreite seines Schaffens von der Malerei bis zu Bildhauerei zeigt. Die Ausstellung ist bis 12. Juli zu sehen. Öffnungszeiten in der Städtischen Galerie: Montag bis Freitag von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr. Sonntags von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr.

 
 

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