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Löffingen Road Trip

Von
Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

Sie sorgten im Schwarzwald für Aufsehen. Mit ihren Blue-Jeans-Clubjacken und ihren Oldtimer-Mofas waren sie auf einer knapp 1200 Kilometer langen Strecke von Löffingen in den Westerwald und zurück unterwegs, und zwar acht Tage lang: die Jungs des Mofa Clubs Bittenbach.

Löffingen. Nicht Speed bis zum Anschlag mit schweren Motorrädern ist bei den 13 Löffinger Jungs angesagt, obwohl der eine oder andere auch diesem Motorradsport frönt; sondern das gemütliche Dahincruisen mit maximal 25 Stundenkilometern.

Oldtimer mit jede Menge Seele an Bord

"Ein völlig anderes Gefühl", sagt Julian Vögt, der das älteste Kleinkraftrad (Baujahr 1974) fährt. Alle Mofas der 13 Jungs sind Oldtimer, das jüngste stammt aus dem Jahr 1989. Randy Isele hat sein Mofa noch aus der Jugendzeit, Thomas Wider konnte sein Jugend-Mofa glücklicherweise wieder zurückkaufen.

Es ist wohl Corona geschuldet, dass die Mofafahrer sich nun gemeinsam auf die große Erlebnistour aufmachten. Lediglich Ralf Duttlinger konnte nicht dabei sein, da er mitten in Prüfungen steckte.

Ausfahrt mit Campingequipment bestens geplant

"Wir haben alles gut vorbereitet und gut durchdacht", informiert Julian Vögt. So wurden an die Mofas von Daniel Duttlinger, Daniel Schwendemann und Samuel Sibold Anhänger fixiert, damit das notwendige Equipment mit auf die Reise konnte. Nicht nur Ersatzteile und Werkzeug mussten für die Hercules', Puchs, Kreidlers, Zündapps und Simsons mit, sondern auch die notwendige Campingausrüstung. Dazu wurde in Heppenheim bei der Freundin von Julian Vögt ein Zwischenlager deponiert.

Das Ziel Peterslahr im Westerwald war gut gewählt, wollte man doch dort die Firma Morlock Motors – bekannt durch die DMAX-Sendung Steel Buddies – besuchen. Die Firma sagte für die Löffinger Jungs auch sogleich eine Geländebesichtigung zu. "Wir wurden herzlich aufgenommen und uns Mofa-Rockern wurden die Türen voller Vorfreude geöffnet", heißt es aus der Gruppe. Da trafen Motor-Freaks und Bastler aufeinander und ein reger Austausch war angesagt.

Acht Tage war für die geplante Strecke in den Westerwald und zurück mit fast 1200 Kilometern eingeplant. Dieses Ziel wurde fast punktgenau eingehalten, hätte man nicht noch einen Abstecher in Oberbränd auf der Heimfahrt gemacht. Durchschnittlich wurden 143 Kilometer täglich zurückgelegt, was vor allem für die Oldtimer-Mofas eine große Herausforderung bedeutete.

Gefilmt, fotografiert und interviewt

Am zweiten Tag stand die härteste Tour mit 190 Kilometern auf dem Plan. "Wir wurden überall herzlich willkommen geheißen, es wurde uns zugewinkt und auch die Gespräche waren echt gut", so die einhellige Meinung der Gruppe.

Firmen helfen den Fahrern bei Pannen aus

Die Löffinger wurden fotografiert, gefilmt, interviewt und es wurden nachhaltige Gespräch geführt und Adressen ausgetauscht. Schon vor der großen Herausforderung bekam die Gruppe große Unterstützung. Zwei heimische Unternehmen sponserten den Sprit (435 Liter und acht Liter Öl wurden benötigt). Zwei weitere sorgten für die Getränke und die Lunchpakete und eine Brauerei überraschte die Gruppe mit einheitlichen T-Shirts und dem Bier für die Abendstunden auf den Campingplätzen.

Die jungen Männer des Mofa-Clubs Bittenbach Latschis hatten auf der Tour zwei Pannen. "Da halfen uns gleich zwei Firmen aus einer aussichtslosen Situation", so Julian Vögt, bei dem auf dem Rückweg ein Speichenbruch behoben werden musste. Kurzerhand half eine Fachfirma und setzte neue Speichen ein. Spontane Hilfe bekamen die Löffinger Mofafahrer auch auf der Hinfahrt, als ein Lager kaputt ging und ein Maschinenbau-Unternehmen kurzhand und schnell ein neues Lager für den Oldtimer drehte.

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