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Löffingen Medikamenten-Versorgung gesichert

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Die 16 Vollzeitkräfte in der Scheffelapotheke in Löffingen sind mit der notwendigen Schutzausrüstung ausgerüstet. Auch die Kunden werden durch große Plexiglaswände und das Abstandsgebot geschützt (von links): Mark Kaltenbrunn, Carina Schuler, Frank Siefert und Lea Siefert. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

Trotz der Krise mahnt Apotheker und Mediziner Frank Siefert zu Gelassenheit, Schutzmaßnahmen einzuhalten und vor allem Kontakte einzuschränken und keineswegs Hamsterkäufe in den Apotheken zu tätigen.

Löffingen. Rasant ansteigende Infektionszahlen, ein aufs Notwendigste beschränktes öffentliches Leben, meist ausverkaufte Desinfektionsmittel und Medikamentenengpässe – die Horrornachrichten reißen nicht ab. Dennoch: Gelasshenheit istfür Frank Siefert notwendig. Das Wichtigste für den Schutz seiner derzeit 16 vollbeschäftigten Mitarbeiter, aber auch der Patienten liegt Frank Siefert am Herzen. So war er der erste Apotheker in der Region, der Plexiglasscheiben im Verkaufsraum aufziehen ließ. Das ist eine Schutzmaßnahme, die er auch in den Löffinger Arztpraxen durchführen ließ, um den Schutz zwischen Mitarbeiter und den Patienten zu gewährleisten und so möglichst die Gefahr der Ansteckung zu minimieren.

Alle Mitarbeiter in der Apotheke wurden entsprechend geschult sowie mit Masken, Handschuhen und Desinfektionsmittel ausgestattet. Sollte der Katastrophenfall ausgerufen werden, haben alle Mitarbeiter auch eine Schutzmaske mit Visier zur Verfügung. "Nur so können wir die Ansteckungsgefahr stark reduzieren", so Siefert, wobei er diese Komplett-Maßnahmen auch als Schutz für den Patienten sieht.

Dazu wurden entsprechende räumliche Abgrenzungen in der Apotheke geschaffen, sodass die geforderten Abstände eingehalten werden können. Eine weitere Maßnahme war es, die Mitarbeiter in zwei Teams zu trennen, welche unter anderem die sechs Kassenberatungsplätze besetzen.

Es bestehe die Möglichkeit, die Rezepte über die Linda-App aber auch über Mail, Fax oder Telefon vorzubestellen. Wer nicht selbst die Medikamente abholen kann, kann den Bringservice nutzen. "Wir haben drei Fahrer und zwei Autos, welche die Medikamente in Löffingen und in den Ortsteilen, auch nach Eisenbach oder Oberbränd bringen", so Frank Siefert. Bei Lieferengpässen wird im Umkreis von 25 Kilometern beliefert. Fakt sei, dass bei Masken FFP3 (Virenschutz), Desinfektionsmittel und Schutzkleidung ein dramatischer Engpass bestehe. Alles sei bestellt, Auftragsbestätigungen liegen vor, "doch leider haben diese in der heutigen Zeit keine Bedeutung mehr – Zusagen würden nicht immer eingehalten, Bestellungen kommen nicht an – wie im wilden Westen", so der Löffinger Apotheker. Allerdings seien sowohl die Mitarbeiter in der Apotheke, die Löffinger Praxen, das Altenpflegeheim und auch die Lebensheimat mit einer Grundausstattung versorgt, erklät er.

Keine Angst brauche man haben, in Löffingen keine Medikamente mehr zu bekommen. "Unser Lager ist voll, wir haben vorgesorgt und können auch auf unseren Pharmahandel zurückgreifen" Den Pharmahandel betreibt Siefert ebenfalls. Deshalb appelliert Frank Siefert keine Hamstereinkäufe zu tätigen, Lieferengpässe gäbe es für Löffingen nicht. Er warnt auch davor, sich vom Internet von dubiosen falschen Versprechungen leiten zu lassen. Wirksame Medikamente gegen das Coronavirus können derzeit nicht empfohlen werden. Schwarze Schafe trieben im Internet ihr Unwesen.

Aufgrund der angespannten Situation hat die Löffinger Apotheke die Öffnungszeiten geändert. Sie öffnet auf unbestimmte Zeit von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 18 Uhr, sowie samstags von 8 bis 12.30 Uhr.

Apotheker Frank Siefert appelliert an die Bürger, die Apotheken vor Ort zu unterstützen, die nicht nur zu normalen Preisen sondern auch schnell und vor allem korrekt liefern. "Geht bei uns eine Bestellung bis 12 Uhr ein, können wir bis 16 Uhr liefern, dies kann eine Online-Apotheke nicht". Hier bricht Siefert eine Lanze für alle Apotheken vor Ort.

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