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Löffingen Löffingen schafft neue Wohnflächen

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Angrenzend an die bestehende Wohnbebauung und zwischen dem Areal des Appartementhauses und dem Wohngebiet Wassersack entsteht im Löffinger Ortsteil Dittishausen eine weitere, gut zwei Hektar große Wohnbaufläche. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Zahl der in Löffingen und seinen Stadtteilen verfügbaren und erschlossenen Bauplätze tendiert gar nicht so langsam, dafür aber umso sicherer, gegen Null.

Löffingen (tom). Laut Bürgermeister Tobias Link steht beispielsweise im Ortsteil Dittishausen derzeit nur noch ein freier Bauplatz zur Verfügung. Diesen Engpass wollen Stadtverwaltung und Gemeinderat möglichst schnell beseitigen und neue Wohnbauflächen schaffen.

Mit den Aufstellungsbeschlüssen für die beiden Bebauungspläne "Tal" und des zwei Hektar großen "Wassersack II" in Dittishausen hat das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung einen ersten planerischen Pflock auf dem Weg zu verfügbaren Bauflächen eingeschlagen.

Es schließt am Ortsand an die bestehende Wohnbebauung an und erstreckt sich zwischen dem Appartementhaus-Areal und dem bestehenden Baugebiet "Wassersack". Für den Verlauf der Erschließungsstraßen gibt es laut Planer Ulrich Ruppel mehrere denkbare Alternativen. Welche davon zum Tragen kommen wird und welchen Zuschnitt die Bauplätze erhalten werden, entscheide sich im weiteren Verlauf des Bebauungsplanverfahrens. Wie Ruppel erläuterte, erfüllt das Plangebiet aufgrund seiner unter zehn Hektar liegenden Größe, seiner Lage in einem an Bestandsbebauung angrenzenden Außenbereich und seiner Zweckbestimmung als reines Wohngebiet die Voraussetzungen, um für das Bebauungsplanverfahren die verkürzte Variante nach Paragraf 13 b des Baugesetzbuches, womit einige im Standardverfahren verpflichtende Planungsschritte entfallen und gute Chancen bestehen, dass das Bebauungsplanverfahren "Wassersack II" im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden kann, wie Ulrich Ruppel auf Nachfrage von SPD-Stadtrat Dieter Köpfler erklärte.

Anders sieht die zeitliche Perspektive für den neuen Bebauungsplan "Tal" aus, für den der Gemeinderat ebenfalls den Aufstellungsbeschluss fasste. In diesem Fall greife der Paragraf 13b nicht, sodass das Standardverfahren mit seinen teils sehr zeitraubenden und kostenträchtigen Verfahrensschritten, darunter Umweltprüfung und Umweltbericht, zur Anwendung komme. Deshalb, so Ruppel, sei damit zu rechnen, dass dieses Bebauungsplanverfahren erst im Lauf des Jahres 2021 zum Abschluss gebracht werden könne. Das rund 3,8 Hektar große Plangebiet "Tal" in der Kernstadt grenzt die Bestandsbebauung im Bereich der Talstraße an. Im Flächennutzungsplan ist die nördliche Hälfte als gewerbliche Baufläche dargestellt. Mit dem jetzt in die Wege geleiteten Bebauungsplanverfahren soll dieses Areal als Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden, ein weiterer Flächenteil als Mischgebiet für Wohnen und Gewerbe.

Wie Bürgermeister Tobias Link betonte, liege der Schwerpunkt dabei auf der Schaffung von Wohnflächen, bei Bedarf werde man dabei auch auf Lärmschutzmaßnahmen mit Blick auf die angrenzenden Gewerbebetriebe im Bestand zurückgreifen. Andererseits werde man auch darauf achten, dass die bestehenden Gewerbebetriebe – Link nannte namentlich das Natursteinwerk Höcklin – keine Einschränkungen erfahren. Was gewerbliche Neuansiedlungen anbelange, sehe er allerdings das Gewerbegebiet an der B 31 als prädestiniert an. Diesen Standpunkt vertrat fraktionsübergreifend auch der Gemeinderat. Das Gremium befürwortete die Aufstellung der beiden Bebauungspläne.

Seit einer Novelle des Baugesetzbuches im Mai 2017 haben Kommunen die Möglichkeit, Bebauungspläne im beschleunigten Verfahren auch für den Außenbereich aufzustellen. Dieses Verfahren bietet mehrere Erleichterungen: Es besteht keine Verpflichtung zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung; die Kommune muss keine förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange durchführen, sondern kann anderweitig Gelegenheit zur Stellungnahme bieten; der Bebauungsplan kann bereits vor einer notwendigen Anpassung des Flächennutzungsplans aufgestellt werden; die Pflicht zur Durchführung einer Umweltprüfung und Erstellung eines Umweltberichts entfällt. Das vereinfachte Verfahren ist an drei Bedingungen geknüpft: Der Bebauungsplan darf maximal 10 000 Quadratmeter Grundfläche umfassen, lediglich die Zulässigkeit von Wohnnutzung begründen, und die Fläche muss an den bereits bebauten Ortsrand anschließen. Diese Kriterien erfüllt "Wassersack II".

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