Foto: Bartler-Team

Mehrere Generationen feiern bei 58. Auflage. "Piccolos" sorgen für Stimmung. Hexenrutsche besondere Attraktion.

Löffingen - Kult und Publikumsmagnet ist der Löffinger Hexenball. Bereits am 1. Februar 1961 wurde der erste Hexenball gefeiert, um Geld in die Hexenkasse zu spülen. Damals waren die Bedenken groß. Heute kaum denkbar, denn die Gäste kommen aus dem süddeutschen Raum, der Schweiz und Frankreich.

Der Hexenball ist keineswegs mit einer üblichen Fastnachtsveranstaltung zu vergleichen, hier ticken die närrischen Uhren etwas anders. Hierzu zählt auch die Hexenrutsche, die von der Empore in den Saal führt. Heute wie damals wird nichts dem Zufall überlassen.

So verwandelt sich die Festhalle in einen wahren Hexenkessel mit Verpflegungsständen, über denen die Hexen schweben. Seit Beginn gibt es zwei Kapellen, die Schlag auf Schlag das Publikum begeistern. Die Löffinger Musikanten, die seit 58 Jahren mit dabei sind, haben sich zu einer Big-Band entwickelt. Die einzige Dame unter den vielen Musikern ist Diana Frei, die die Liveversion des neuen Fasnethits "Fasnet Liebe" arrangiert hat. Traditionell stehen auf der gegenüberliegenden Bühne die Piccolos. Gemeinsam sorgen die Bands für Stimmung pur. Der Hexenball ist auch eine Plattform der Narren, sich kreativ zu zeigen. Wunderbare Kostüme sind hier zu bewundern, unkostümiert kommt keiner. Hinter dem Hexenball um Hexenchef Jörg Ganter steckt eine Menge Vorbereitungszeit und eine große Logistik, welche die gesamte Hexenfamilie fordert. Schon weit vor dem närrischen Kultereignis treffen sich die Hexenfrauen, um die Eintrittsbändel zu basteln, jedes Jahr ein anderes kleines Hexen-Utensil.

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