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Löffingen Im Toten Winkel lauern vielfältige Gefahren

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All die Schüler, die vor dem Lastwagen und links im Toten Winkel stehen, sind für den Fahrer – trotz mehreren Seitenspiegel – nicht erkennbar. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder-Bote

Löffingen (gb). Jedes Jahr gibt es tödliche Unfälle zwischen Fußgängern und Radfahrern mit Lastwagen. Grund ist oft der so genannte Tote Winkel, in dem sich die Verunglückten aufgehalten haben und die vom Brummi-Fahrer nicht eingesehen werden können.

"Je größer das Fahrzeug umso so größer die Folgen bei einem Verkehrsunfall", erklärt Bernhard Müller von der Freiburger Verkehrspolizei. Zusammen mit zwei Kollegen kam er nach Löffingen, um Schülern die Gefahr zu verdeutlichen. Die Verkehrswacht hatte die Aktion angestoßen und für die Ausrüstung gesorgt. Dessen Mitglied Clemens Laule fand bei den Rektoren Peter Kunz und Gustl Frey offene Ohren. Sie waren sofort bereit als erster Schulort im Hochschwarzwald bei dieser Aktion teilzunehmen.

Insgesamt wurden alle Viertklässler der Grundschule und alle Sechstklässler des Schulverbunds Löffingen für diesen Verkehrsunterricht frei gestellt. Die Spedition Mayer aus Löffingen hatte für diese Aktion einen Lastwagen mit Anhänger kostenlos zur Verfügung gestellt. "Nur wer die Gefahr auch kennt, kann mir dieser richtig umgehen", erklärten Bernhard Müller und Clemens Laule übereinstimmend. Waren sich alle Schüler einig, dass man in einem Lastwagen höchsten ein bis zwei Schüler im sogenannten toten Winkel nicht sehen kann, so war das Erstaunen groß, als plötzlich die gesamte Schulklasse "verschwand".

Auch alles was direkt vor dem Laster geschieht, ist aus der Sicht des Fahrers nicht erkennbar. Davon überzeugte sich jeder Schüler, der bei dieser Aktion sich selbst hinters Lenkrad setzten konnte.

Während dies den meisten Sechstklässlern noch klar war, so groß war die Überraschung des seitlichen toten Winkels. Im dortigen Dreieck "versteckte" sich eine ganze Klasse, die aus der Fahrerposition einfach nicht zu erkennen ist und dies trotz mehrerer Seitenspiegel.

Die große Gefahr, so erklärten die Herren der Verkehrspolizei, sei das Rechtsabbiegen. Wer sich hier – es ist die Position der Radfahrer – im großen Dreieck ab der hinteren Vorderachse befindet, ist nicht mehr auszumachen. Kollidiert hier ein Laster mit einem Radfahrer sind die Verletzungen enorm, oft sogar tödlich. "Wenn das Rad eines Autos über ein Bein rollt, sind die Verletzungen groß, doch bei einem Lastzug ist bedauerlicherweise oft nichts mehr zu machen", unterstreicht der langjährige Verkehrspolizist Müller.

"Wir möchten den Schülern keine Angst machen, aber sie ganz bewusst auf die große Gefahr hinweisen". Die Gefahr der Fußgänger besteht meist im Frontbereich, wenn Personen noch schnell vor dem Laster die Straße wechseln möchten. Auch hier hat der Fahrer keine Chance, die Person zu erkennen.

Die Problematik verstärkt sich in der dunklen Jahreszeit. Hier appelliert Clemens Laule von der Verkehrswacht nicht nur an die Schüler, sondern an alle Verkehrsteilnehmer, sich entsprechend zu kleiden. Leuchtfarben, Neonstreifen aber keinesfalls dunkle Kleidung, so der Appell. Alle beteiligten Schüler wurden deshalb auch mit einem neongelben Dreieck – über die Kleidung zu tragen – ausgestattet.

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Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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