Sommersonnenwende mit viel Musik, Tanz und einem riesigen Feuer – und auch das Wetter passt
Von Gerold Bächle Löffingen-Göschweiler. Ein gigantischer Sonnenuntergang, eine herrliche Sicht, angenehme Temperaturen und ein ansprechendes Rahmenprogramm: Die sechste Sonnwendfeier brachte der Ortsverwaltung und dem Sportverein Göschweiler das notwendige Wetterglück.Weit mehr als 400 begeisterte Besucher verfolgten, wie nach einem imposanten Sonnenuntergang das Sonnwendfeuer entzündet wurde. Ortsvorsteher Manfred Furtwängler war es vorbehalten den Holzhaufen anzufachen. Sieben Ster Holz (rund 7 Kubikmeter) hatten die Ehren- und ältere Mitglieder des Sportvereins (SVG) gesammelt – auch der Ortsvorsteher hatte Hand angelegt – und als 7,5 Meter Hohe Holzpyramide aufgestapelt.
Das Fest begann bereits um 18 Uhr, als es noch taghell war. Nur die Schwedenfeuer brannten und die Kinder konnten ihr Stockbrot selbst backen. Der Andrang war so groß, dass es bald hieß: "Das Stockbrot ist alle". Doch deswegen brauchte keiner hungrig zu bleiben – die Grillmeister hatten ordentlich zu tun, um Steaks und Würste zu grillen. Doch bei bei der Sonnwendfeier wird natürlich nicht nur geschmaust.
Eröffnet wurde das Programm traditionell vom Fanfarenzug unter der Leitung von Wilfried Münzer. Weit ins Tal klang ihre Musik und die der Trachtenkapelle. Dazwischen hatte die Trachtengruppe ihren Auftritt. Vor der untergehenden Sonne zeigten sie Tänze aus der Region aber auch von ihren Reisen in den hohen Norden oder zu den benachbarten Anrainerstaaten.
Viele Wanderfreunde aus der Region nahmen die Sonnwendfeier zum Anlass, nach Göschweiler zu wandern oder eine kleine Radtour zur Sonnwendfeier zu unternehmen.
Einmal mehr zeigte sich Rudolf Gwinner als gekonnter Conférencier, der nicht nur mit viel Humor den Abend versüßte, sondern viele interessante alemannische Weisheiten und Sprüche parat hatte. Dann endlich kurz nach 21 Uhr ergriff Ortsvorsteher Manfred Furtwängler die Fackel, um das große Sonnwendfeuer anzuzünden. Bis weit hinaus konnte man den Schein des Göchweiler- Sonnwendfeuers sehen.
Ein waches Auge hatte die Feuerwehr Göschweiler, die auch die Nachtwache übernahm, bis der letzte Funken erloschen war. Kommandant Bernd Schwörer brauchte mit seinen Männern allerdings nicht einzugreifen.
"Eine gelungene Veranstaltung", kommentierte Ortsvorsteher Manfred Furtwängler das Event. Walter Kessler, Vorsitzender des Sportvereins, freute sich, dass nach dem schlechten Wetter im vergangenen Jahr Petrus diesmal ein Einsehen hatte und die Sonnwendfeier eine richtig tolle Sache war. "Als man vor sechs Jahren die Idee hatte, eine Sonnwendfeier in Göschweiler ins Leben zu rufen, gab es so manche kritische Stimmen. Doch es hat sich gezeigt, dass diese Idee genau richtig war", sind sich Kessler und Furtwängler einig.