Das ehemalige Löffinger Prausegebäude wird komplett saniert, um 30 Asylbewerbern Platz zu bieten. Für den Lärmschutz muss die Gemeinde eine teure Glaswand erstellen. Foto: Bächle

Prausegebäude wird mit Glaskonstruktion abgeschirmt . Stadt hofft auf Zuschüsse des Landes.

Löffingen - Bekanntlich wird Löffingen weitere Flüchtlinge im ehemaligen Betriebsgebäude der Firma Prause unterbringen. Auf zwei Etagen sollen in sechs getrennten Wohnbereichen Platz für 30 Asylbewerber geschaffen werden. Dies erfordert einen kompletten Umbau des ehemaligen Betriebsgebäudes.

Bürgermeister Link für schnelles Handeln

Die Kosten hierfür waren mit 220.000 Euro veranschlagt worden. Da das Prausegelände allerdings unmittelbar an einen Zimmereibetrieb grenzt, hatte das Landratsamt ein Lärmgutachten gefordert. Der zuständige Planer hat der Stadt eine Glasfront vor dem Gebäude als Lärmschutz vorgeschlagen. Allerdings erhöht dies die Kosten für die Stadt um weitere 50 .000 Euro.

Nun hofft Bürgermeister Tobias Link, dass auch für diese Mehrkosten Zuschüsse vom Land kommen. Da bis Ende des Jahres weitere 25 Flüchtlinge aufgenommen werden müssen, ist nun schnelles Handeln angesagt. Die Sanierung des Gebäudes, so Roland Stefan vom Stadtbauamt, habe Vorrang, erst dann komme die Glasfront. Auch Stefan sieht im Glasvorbau die einzige Möglichkeit des Lärmschutzes, Lärmfenster würden nicht funktionieren. Der Glasvorbau auf der Nordseite soll gleichzeitig als zweiter Fluchtweg aus dem Obergeschoss dienen.

Derzeit sind Asylbewerber im Gasthaus "Sonne", der Landwirtschaftsschule und an der Bittengasse untergebracht. Das ehemalige Prausegebäude in der Bahnhofstraße hatte die Stadt 1991 aus der Konkursmasse erworben. In der ehemaligen Wäschefabrik waren im Jahr 1992 gleich 51 Asylbewerber untergebracht; seit dem Ende der 90er-Jahre stand das Gebäude leer. Dies hat dem Gebäude geschadet, sodass nun eine Komplettsanierung notwendig geworden ist.

Keine Abstriche an Sanierung

Trotz der hohen Kosten möchte man keine Abstriche an der Sanierung des Baukörpers machen. Sollte die Flüchtlingswelle abebben, kann man das Gebäude später wieder für Wohnraum nutzen, so der Gedanke der Verwaltung.