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Löffingen Eine Aussegnungshalle käme teuer

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Die Konzeption für die Neugestaltung des Löffinger Friedhofes wird weiter fortgeschrieben. Bei seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat mit möglichen Standorten für eine Aussegnungshalle und den damit verbundenen Kosten. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

Wo wären geeignete Standorte für eine Aussegnungshalle auf dem Löffinger Friedhof und mit welchen Baukosten wäre das verbunden? Dieser Frage ging die mit der Friedhofskonzeption betraute Firma Weiher nach und stellte ihre Befunde in der Gemeinderatssitzung vor.

Löffingen. Auch die Entwürfe für eine neue Friedhofssatzung und eine Gebührenordnung hatte Tobias Weiher im Gepäck.

Einer Vorgabe des Gemeinderats, die aus entsprechenden, im Zuge der Bürgerinformation gestellten Forderungen resultierte, hat die Firma Weiher mögliche Standorte für eine Aussegnungshalle lokalisiert und die jeweiligen Baukosten ermittelt. Ein Standort findet sich integriert in die nördliche Friedhofsmauer hinter der Friedhofskapelle und würde einen Mauerdurchbruch sowie einen Kapellenzugang auf der Nordseite erfordern. Die Kostenschätzung für diese Variante, die einen im Außenbereich gelegenen Trauerbereich umfasst, der mit einer flexiblen Textilüberdachung versehen werden kann, belaufe sich laut Weiher auf 590 000 Euro. Ein weiterer denkbarer Standort findet sich im südwestlichen Teil des geplanten Friedparks, außerhalb des Friedhofareals. Diese Variante würde einschließlich der erforderlichen technischen Infrastruktur laut Weiher 970 000 Euro kosten.

"Falls überhaupt, dann am südwestlichen Standort, diese Lösung wäre funktional und pragmatisch", tat Martin Lauble (CDU) seine Präferenz für die Platzierung einer Aussegnungshalle kund. Angesichts der Kosten komme ein solches Projekt aber in den nächsten fünf Jahren ganz sicher nicht in Betracht, betonte Lauble. Rudolf Gwinner (FDP/FW) ging in Fundamentalopposition. "Angesichts des Trends zu Beerdigungen im engsten Familienkreis sehe ich überhaupt keinen Bedarf an einer Aussegnungshalle", erklärte er. Zudem gebe die Haushaltslage für die nächsten Jahre ein solches Projekt nicht her, es gelte, Prioritäten im Bereich Infrastruktur zu setzen. Erforderlich seien allerdings eine barrierefreie Toilette und ein Kühlraum in nächster Nähe zur beziehungsweise in der Friedhofskapelle. Ähnlich äußerten sich Isabell Meßmer (FDP/FW), und Georg Mayer (SPD). Marlene Müller-Hauser (CDU) will dagegen unter zeitlicher Berücksichtigung des finanziell Machbaren an dem Projekt Aussegnungshalle festhalten.

Auch einen Vorschlag über eine Gebührenordnung hatte Tobias Weiher im Gepäck. Die Gebührenstruktur orientiere sich nicht mehr an der Fläche, die die jeweilige Bestattungsform benötigt, sondern am Kriterium "pflegefrei oder nicht". Die neue Gebührenordnung wird der Gemeinderat bei einer seiner nächsten Sitzungen behandeln und verabschieden. Gleiches gilt für die Friedhofsatzung.

Im Zuge der Fortschreibung der Friedhofskonzeption wird die Firma Weiher prüfen, ob der Denkmalschutz die Realisierung eines zweiten Eingangs zur Kapelle zulässt. Geprüft wird auch, ob und wo sich eine Toilettenanlage realisieren ließe. Außerdem stehen die Planungen für den Friedpark, das Wegenetz und die Neugestaltung des östlichen Zugangsbereichs zum Friedhof einschließlich eines zentralen Müllplatzes an.

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