Für langjährige Mitgliedschaft werden in Unadingen ausgezeichnet: Edith Köpfler (sitzend, von links), Alexandra Marx, Markus Dinger sowie Dominik Wolf (stehend), Helmut Wolf, Patrick Oschwald, Alwin Greuter und Berthold Marx. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

Fasnet: 15 Auszeichnungen an Vereinsmitglieder der traditionellen Narrenhochburg

Löffingen-Unadingen (pb) Eine wahre Ehrungsflut gab es in der Unadinger Bürgerhalle. Narrenvater Harald Schu konnte gleich 15 Ehrungen langjähriger Mitglieder vorzunehmen.

Gleichzeitig wurde nach zehn Jahren als Elferrat Patrick Oschwald verabschiedet. "Er hat mit seinen Wagen wie König der Löwen, Atlantis oder Ornithologen die Fastnacht bereichert", unterstrich Harald Schu bei der Verabschiedung. Als Nachfolger in dieses ehrenvolle Amt schlüpft Dominik Wolf, der auf der Bühne eingekleidet, mit einem Schluck aus dem Stiefel und einem ordentlichen Schlag aufs Hinterteil in die Reihe der Elferräte aufgenommen wurde.

Mit 50- und 45-jähriger Mitgliedschaft legten die Urhexen ordentlich vor. Seit 50 Jahren gehört Helmut Wolf den Urhexen an, auf 45 Jahre bringt es Alwin Greuter. Die Ehrung für 20 Jahre ging an Andreas Preibisch, für zehn Jahre wurden Gerhard Götte, Ralf Weber und Simon Wolf ausgezeichnet. Die Narrenhochburg Unadingen hat gleich zwei Hexengruppen.

Bei den Wolfgalgenhexen durften den kleinen Stiefelorden für 25 Jahre Markus Dinger, Berthold Marx und Patrick Oschwald entgegen nehmen. Seit 20 Jahren gehören Martin Netz und Patrick Egy dazu, seit zehn Jahren Wolfgang Egy. Auch die Stiefelhansel gehören zur Unadinger Fastnacht. Seit 30 Jahren sind Alexandra Marx und Edith Köpfler mit dabei seit zehn Jahren Isabell Oschwald.

"Ihr alle bereichert unsere Fastnacht und habt einen großen Verdienst an der Unadinger Fastnachtskultur und Brauchtum geleistet", betonte der Narrenvater. Von den Urhexen übernahm Marc Sättele-Marx das Wort, um Karl Wenzinger nach 42 Jahren zu zu verabschieden – er ist nun Ehrenurhexe.

Die Fastnacht hat in Unadingen eine lange Tradition und hat ihre Besonderheiten, wie den Mottowagen-Umzug am Fasnet-Dienstag.

Schon bevor der Narrenverein am 23. Januar 1931 gegründet wurde, gibt es Nachweise einer Fastnacht. 1968 werden die Urhexen unter dem damaligen Narrenvater Fritz Müller aus der Taufe gehoben. 1969 bekam der Narrenverein den Namen Stiefelzunft, 1972 wird das Stiefellied, gedichtet von Hugo Ketterer, erstmals aufgeführt, gleichzeitig wird auch die Stiefelgarde gegründet. 1978 kam die Stiefelhanselgruppe dazu und 1993 die Wolfgalgenhexen.