Hinein ins kühle Nass: Trotz mehrerer Handicaps meisterte der Förderverein die Badesaison im Freibad Dittishausen. Foto: Bombardi

Erst Becken undicht, dann Wetter schlecht / Förderverein hofft dennoch auf einen guten Saisonausgang

Von Rainer Bombardi

Löffingen-Dittishausen. Nicht gerade ideal verläuft die Saison im Freibad Dittishausen. Da kommen den Mitgliedern des Fördervereins die derzeit heißen Tage gerade recht.

Seit zwölf Jahren ist der Verein für die Pflege, finanzielle Förderung, die Programmgestaltung und den Unterhalt im Bad zuständig. Ohne sein Engagement wäre das erste heizbare Freibad in Baden-Württemberg, das seit 1964 besteht, längst Vergangenheit.

Eine zusätzliche Belastung für den Förderverein ist eine Entwicklung wie in diesem Jahr, die es so noch nie gab. Das Bad öffnet traditionell am 1. Juni seine Pforten. Doch als die Saisoneröffnung 2011 bevorstand, waren die Becken undicht und als diese repariert waren – da war das Wetter schlecht.

"Knapp 20 Badetage zählen wir seither": Angesichts der knapp 2000 Badegäste spricht Vorstandsmitglied Georg Meister von einer zusätzlichen Herausforderung für den Förderverein. Doch nun scheint das Wetter noch einmal für eine Umkehr des bisherigen Trends zu sorgen. "Wir garantieren eine ausgebildete Badeaufsicht während der täglichen Öffnungszeiten von 10 bis 19 Uhr. Auch ist das Personal so ausgebildet, dass der Betrieb des Bades gesichert ist", so Meister. Er denkt dabei vor allem an die Chlorung und verweist auf die amtlichen und selbst durchgeführten Kontrollen, die stets eine einwandfreie Wasserqualität bestätigen. Seit diesem Jahr wird auch das Kinderbecken mit fließendem Wasser gespeist – das kommt der Wasserqualität zusätzlich zu Gute.

Der komplette Badebetrieb und die Öffnungszeiten liegen im Aufgabenbereich des Fördervereins. Dadurch kann er auf einen Wetterumschwung innerhalb kurzer Zeit reagieren. Auch über den letzten Badetag der Saison entscheidet der Förderverein. Dieser ist in der Regel von der Länge der Sommerferien abhängig und wie lange das sommerliche Wetter im September noch anhält.

Positiv auf den Badebetrieb wirkt sich auch die Kooperation mit dem Verkehrsverein und dem Feriendorf Dittishausen aus. Da das Freibadgebäude im Winter nicht beheizt ist, muss am Saisonende aus allen Leitungsrohren das Wasser entleert werden. Das gelingt meist nicht ganz und verursacht zu Beginn der Saison zusätzliche Kosten für die Reparatur von Rohrbrüchen.

Weit mehr dürfte den Förderverein jedoch demnächst die Finanzierung des in den nächsten Jahren bevorstehenden Austauschs der Ölheizung belasten. Auch der Umstieg auf Photovoltaik als alternative Energieform ist im Gespräch.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: