Die Kinder des Kindergartens Dittishausen und die Bewohner der Außenstelle des Hauses Lebensheimat bastelten zusammen allerlei Buntes für Ostern. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder-Bote

Kindergartenkinder und Bewohner des Hauses Lebensheimat basteln gemeinsam / Kooperation besteht seit Jahren

Von Gerold Bächle Löffingen-Dittishausen. Integration von Menschen mit Handicap ist für die Leiterin des Kindergartens Dittishausen Veronika Koppenhöfer ein wichtiges Anliegen. So bastelten die Kindergartenkinder gemeinsam mit den Bewohnern des Hauses Lebensheimat für Ostern.So etwas wie Berührungsängste kennen die Kindergartenkinder nicht – ganz offen und ohne Scheu gingen sie auf die Bewohner des Hauses Lebensheimat zu. Im Vorfeld hatte Veronika Koppenhöfer mit ihrem Team Andrea Haas und Ina Meier die Kinder auf diesen Besuch vorbereitet, ebenso wie Betreuer Steffen Helbig und Angelika Ruf die Bewohner der Außengruppe des Hauses Lebensheimat. Ingrid, Nunzia, Patrik, Silvia und Bernhard konnten es kaum erwarten, mit den Kindern zu basteln und stürmten voll Vorfreude in den Kindergarten.

Bisher fanden gemeinsame Aktionen immer im Haus Lebensheimat statt. "Dieses Mal wollten wir die Gastgeber sein", erklärte Veronika Koppenhöfer. Gemeinsam mit den Kindern hatte das Kindergartenteam den Tisch österlich gedeckt. Hier nahmen erst einmal alle Platz, um sich vorzustellen und kennenzulernen.

Dann endlich ging es los. Alle zogen die großen Schürzen und Kittel an, um sorgfältig und mit viel Fantasie die Ostereier anzumalen. Die strahlenden Augen und das Lachen zeigten, mit welcher Begeisterung alle dabei waren. So entstanden herrliche Palmsträuche und bunte Ostereier.

Die Integration der Bewohner und die Kooperation mit dem Kindergarten ist für beide Institutionen ein wichtiger Baustein. Berührungsängste und Vorurteile werden abgebaut und die Kinder auf eine gemeinsame Welt vorbereitet, so Veronika Koppenhöfer. Jedes Jahr besucht sie mit den Vorschulkindern die Außengruppe. "Menschen mit Handicap gehören in unser Leben und zu unserer Gesellschaft. Den Kontakt mit ihnen zu pflegen, liegt mir persönlich sehr am Herzen", so die Leiterin. Mit ihren Aktionen möchte sie den Erwachsenen zeigen, wie einfach das Zusammenleben sein kann: "Diese Menschen haben ihr Herz auf der Zunge und freuen sich über so vieles." Da war sich das ganze Team einig.

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