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Löffingen Der Löffinger Taler hat ausgedient

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Bald haben die Löffinger Taler – die es im Wert von fünf und 20 Euro gibt – nur noch Sammler- und Erinnerungswert. Fotos: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

Er war ein unverwechselbares Merkmal des Baar Städtchens, der Löffinger Taler, der nun ab 31. Januar 2020 nicht mehr als Zahlungsmittel verwendet werden kann.

Löffingen. Das universelle und branchenübergreifende Gutscheinsystem wird es dann nicht mehr geben. Rechtliche Gründe führen dazu, dass der Taler nicht mehr in Umlauf gebracht werden kann. Für ein derartiges Gutscheinsystem bräuchte es einen eigenen eingetragenen Verein, den es in dieser Art in Löffingen nicht gibt.

Der Ideengeber des Löffinger Talers war Theo Walz. Er hatte ein ähnliches Gutscheinsystem von seinem Urlaub aus Bayern mitgebracht. Doch es dauerte noch vier Jahre, bis der damalige Vorsitzende der Werbegemeinschaft Löffingen, Daniel Burghard, diese Idee realisiert hat. Für seinen jahrelangen Kampf um den Löffinger Taler wurde Theo Walz bei der Vorstellung des neuen Gutscheinsystems mit dem Sondertaler der Prägenummer eins ausgezeichnet.

Motive von Ingrid Meister

Auch Daniel Burghard, der mit viel Engagement und Herzblut den Löffinger Taler geschaffen und in den Markt geschickt hat, durfte sich damals über die Sonderprägung mit der Nummer zwei freuen.

Das unverwechselbare Profil des Löffinger Talers waren die Motive, die Ingrid Meister geschaffen hat. "Leider kommt das letzte Motiv nun nicht mehr zum Einsatz", erklärt der Augenoptiker- und Akustikmeister Daniel Burghard. Prägungen mit dem Schneekreuz, den Löffeln oder dem Löffinger Stadtkern gab es im Wert von fünf oder 20 Euro.

"Die Größe der Taler wurde der damaligen Fünf-Euro-Münze angepasst, für diese gab es überall Schmucketuies zu kaufen, was für die Sammler und als Geschenk wichtig war", informiert Daniel Burghard.

Branchenübergreifend

Der Löffinger Taler war zum einen ein modernes branchenübergreifendes Gutscheinsystem, zum anderen verband er aber auch den Einzelhandel, Gastronomen, Dienstleister und das Handwerk. "Vom kleinen Wolllädele von Maria Pöllmann-Bürgi bis zum großen Edeka Weißmann waren insgesamt 42 Löffinger Teilnehmer, auch aus den Ortteilen, mit dabei", so der Vater des Löffinger Talers. Das Ziel des Löffinger Marketinginstruments war die Infrastruktur zu stärken und die Wirtschaftskraft in der Gesamtstadt zu binden. Gemeinsame Aktionen wurden unternommen und dabei die Gemeinschaft auch gestärkt.

"Der Löffinger Taler war das perfekte Geschenk und die Resonanz war gut", so Daniel Burghard. Mit gutem Beispiel ging die Stadt voran, die beispielsweise beim Städtlefest oder anderen Veranstaltungen die Preise mittels Löffinger Taler auslotete. Auch der Einzelhandel oder die Vereine standen hinter dem Taler. So gab es für guten Probenbesuch Löffinger Taler, etwa bei der Feuerwehr. Auch Geschenke für die Kommunionkinder, Konfirmanden oder Jubiläen wurden mit Löffinger Taler realisiert. Vor allem die 5er-Taler waren der Renner, gut kam auch für besondere Anlässe die Glanz-Sonderauflage an. Seltener wurden die 20er-Taler mit Goldrand verschenkt, aber auch sie hatten im System ihre Berechtigung, so Burghard. Auch wenn die Löffinger Taler als Gutscheinsystem verschwinden, sind sie doch auch interessante Sammlerstücke und auch die Urlauber lieben den Taler als Erinnerung. Viel Herzblut steckt im Löffinger Taler und Daniel Burghard bedauert, dass es derzeit keine Möglichkeiten gibt, ihn am Leben zu erhalten.

Das Aus für die Löffinger Taler ist beschlossene Sache und vor allem den rechtlichen Rahmenbedingungen geschuldet. Hinter einem Gutscheinsystem muss ein eingetragener Vereine stehen, so Daniel Burghard. Deshalb müsse das System geschlossen werden. Ganz bewusst hat man sich für den 31. Januar entschieden, um das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen zu können. Bis dahin können die Löffinger Taler noch in den Geschäften eingelöst werden oder bei Daniel Burghard zurückgegeben werden.

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Cornelia Spitz

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