Viele Mitstreiter: Martin Fies, Sprecher der Rötenbacher Bürgerinitiative (links), spricht eigentlich immer vor vollem Haus. Innerhalb von drei Wochen hat die Initiative, die den geplanten Ausbau der B 31 mit Tank- und Rastanlage kritisch begleitet, schon 240 Mitstreiter gewonnen. Foto: Bächle

Widerstand gegen geplante Tank- und Rastanlage nahe Rötenbach wächst.

Friedenweiler-Rötenbach - Sensibles Thema, schnelles Wachstum: Nach nur drei Wochen ist die Bürgerinitiative Rötenbach-West, die den Ausbau der Bundesstraße 31 sowie die geplanten Tank- und Rastanlage kritisch sieht, bereits auf 240 Mitglieder gewachsen. Das viel diskutierte Thema brennt nicht nur den Bürgern von Rötenbach unter den Nägeln.

Schon bei der Gründungsversammlung zeigte sich das große Interesse – und die Unruhe, die die Planung für den Ausbau der B 31 mit Tank- und Rastanlage auslöst. Drei Wochen nach der Gründung haben mittlerweile 240 Bürger mit ihrer Unterschrift ihre Zustimmung zu den Zielen Bürgerinitiative bekundet. Und diese Zahl dürfte sich noch erhöhen, da die Initiative seit wenigen Tagen online geschaltet gegangen ist und hier Beitrittserklärungen heruntergeladen werden können.

Daneben gibt es hier aktuelle Informationen sowie eine Präsentation über die Dimension des Vorhabens. Das 14-köpfige Leitungsteam hat den 69-jährigen Wulf Schmitt und den 46-jährigen Martin Fies zu den Sprechern der Initiative gewählt.

Einer der ersten politischen Schritte der Bürgerinitiative war die Einladung des Grünen-Landtagsabgeordneten Reinhold Pix. Dieser begutachtete zusammen mit seiner persönlichen Referentin Daniela Evers aus Titisee-Neustadt den geplanten Bauort. Die beiden Mitglieder der Leitungsgruppe Wulf Schmidt und Michael Decker erläuterten die Planung des Regierungspräsidiums und der Gemeinde.

Pix brachte sein Befremden zum Ausdruck, dass man einer Gemeinde, die ohnehin schon über Gebühr unter dem Lärm der B 31 leidet, noch weitere schwerwiegende Belastungen zumuten wolle. Angesichts dieser für ihn völlig unverständlichen Planung sicherte er eine Überprüfung durch das Verkehrsministerium in Stuttgart zu.

Nicht gerade positiv verlaufe derzeit die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Gemeinderat, erklären die beiden Sprecher Wulf Schmidt und Martin Fies. Am 16. November habe die Bürgerinitiative den Bürgermeister und Gemeinderat über die Gründung der Bürgerinitiative Rötenbach-West informiert und gleichzeitig um entsprechende Unterlagen wie Lärmschutzgutachten, Präsentationsunterlagen von der Bürgerinformationsveranstaltung und die Optionsverträge gebeten.

Man wolle in eine sachliche Diskussion über das Projekt eintreten, erklären Schmitt und Fies – doch trotz wiederholter schriftlicher Nachfrage hätte die Bürgerinitiative noch kein Schriftstück erhalten, auch nicht das Positionspapier des Gemeinderats, das in der öffentlichen Sitzung am 22. November vorgestellt wurde. Darin hatte der Gemeinderat erklärt, auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts und der Verantwortung bereit zu sein, die autorisierten Vertreter der Bürgerinitiative in die Diskussion mit einzubeziehen und diesen grundsätzlich Akteneinsicht zu gewähren, soweit nicht berechtigte Interessen Dritter entgegenstehen.

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