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Löffingen Bienen retten ohne die Existenzen zu gefährden

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Die Unadinger Landwirte informieren bei der Kilbig über ihre Aktion, die Bienen zu retten und dabei nicht in Existenznot zu kommen. Von links Ortsvorsteherin Kathrin Kramer, Harry Wehinger-Ketterer, Leo Siebler, Franz Oschwald, Ilse und Walter Oschwald, sowie Karlheinz Wolf. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

L öffingen-Unadingen (pb). Die Unterschriftenaktion des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" haben die Landwirte nun umgedreht und selbst einen Volksantrag an die Landesregierung gestellt. "Bienen Retten! Ohne Existenzen zu vernichten" heißt die Forderung des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV). Die Unadinger Landwirte präsentierten sich an der Kilbig mit einen Info-Stand, um der Bevölkerung aufzuzeigen, dass man nur gemeinsam die Umwelt schützen kann. "Auch uns als Landwirte ist der Artenschutz sehr wichtig, aber dabei dürfen nicht die Existenzen der regionalen Landwirte vernichtet werden", sagt Franz Oschwald. Sein Kollege Leo Siebler ergänzt: "Landwirtschaft und Artenschutz müssen miteinader verbunden werden". Wichtig war den Unadinger Landwirten, die auch bei der "Grünen Kreuz-Aktion" Zeichen gesetzt hatten, die Bevölkerung aufzuklären. Harry Wehinger-Ketterer stellte den Flyer Volksantrag des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes vor.

Darin gibt es gemeinsame Forderungen, wie den Schutz bäuerlicher Familienbetriebe, mehr vertraglicher Artenschutz (Anreize für umweltschonendes Handeln), nachhaltiger Schutz von Streubobstwiesen (effiziente Förderung), umweltschonender Pflanzenschutz (Forschung), Flächenfraß-Stopp (mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen) und die Stärkung der Regionalität.

"Für mich ist beides wichtig, die Bienen zu retten und die regionale Landwirtschaft zu stärken", erklärt Ortsvorsteherin Kathrin Kramer, die sofort den Volksantrag unterschrieb. Allerdings sei auch die Bevölkerung gefordert, regionale Produkte zu kaufen, um die Landwirte zu stärken.

Diese befürchten im Volksbegehren "Pro Biene" die Gefährdung der Existenz vor allem der Nebenerwerbslandwirte. Die beiden Initiatoren des Volksbegehrens "Pro Biene", David Gerstmeier und Tobias Miltenberger, haben die Unterschriftenaktion erst einmal ruhen lassen. Sie fordern, dass alle Beteiligten, angefangen von der Politik bis hin zu allen Bereichen der Landwirtschaft, bis zum 15. Dezember einen Gesetzesentwurf erarbeiten, um dem Artensterben entgegenzutreten.

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