Es wird gebaut. Für tausende Bahngäste bedeutet das in den nächsten Wochen: Umsteigen auf Busse. Foto: Hiekel Foto: Schwarzwälder-Bote

Zuggäste müssen ab 25. August auf den Bus umsteigen / 2800 Zugfahrten und 340 000 Reisende betroffen

Hochschwarzwald. Die Deutsche Bahn AG modernisiert vom 25. August bis 17. Oktober in drei Abschnitten die Infrastruktur auf der Höllentalbahn zwischen Freiburg und Donaueschingen sowie auf der Dreiseenbahn zwischen Titisee und Seebrugg.

 

Bei den Bauarbeiten kommen Großmaschinen wie Umbauzug und Hochleistungs-Reinigungsmaschine zum Einsatz. Durch die komplette Sperrung und die Bündelung verschiedener Arbeiten kann die Bauzeit erheblich verkürzt werden. Insgesamt erneuert die Bahn rund 14 Kilometer Gleis, 20 000 Schwellen und acht Weichen. Rund 55 000 Tausend Tonnen Schotter werden vor Ort gereinigt und zum Großteil direkt wieder eingebaut. Etwa 25 000 Tonnen kommen als Neuschotter ins Gleis. Der Altschotter wird recycelt. Zusätzlich zu den Gleisarbeiten werden Vegetationsarbeiten, Brückenarbeiten und Arbeiten an Durchlässen durchgeführt sowie zehn Bahnübergänge/Bahnübergangsbeläge erneuert.

Die Materialtransporte erfolgen soweit wie möglich umweltfreundlich über die Schiene. Das Investitionsvolumen für die Baumaßnahme beträgt rund zehn Millionen Euro. Während der Bauarbeiten werden unterschiedliche Streckenabschnitte für den Zugverkehr gesperrt und jeweils Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Änderungen im Fahrplan  Titisee–Donaueschingen, gesperrt vom 25. August bis 11. September Alle Züge fallen zwischen Titisee und Donaueschingen aus und werden durch Busse im Halbstundentakt ersetzt. In Titisee und Donaueschingen besteht jeweils Anschluss zwischen Zügen und Ersatzbussen. Die Regionalbahnen Freiburg–Titisee–Seebrugg verkehren planmäßig. Die Reisezeit Freiburg–Donaueschingen verlängert sich durch den Ersatzverkehr in der Regel um 30 Minuten. 

Alle Züge fallen zwischen Freiburg und Titisee aus und werden durch Busse ersetzt. Es verkehren Direktbusse (Kennzeichnung A) im Halbstunden-Takt ohne Unterwegshalte zwischen Freiburg und Titisee sowie Busse (Kennzeichnung B), die ab Freiburg über Kirchzarten, Himmelreich und Hinterzarten nach Titisee fahren. Darüber hinaus fahren zusätzliche Busse zwischen Freiburg Hbf und Kirchzarten (Kennzeichnung C) sowie von Freiburg-Wiehre über Freiburg-Littenweiler nach Kirchzarten (Kennzeichnung D) mit Anschluss an die Linienbusse Richtung Todtnau beziehungsweise St.Peter.

Zwischen Titisee und Seebrugg sowie zwischen Titisee und Neustadt und weiter nach Donaueschingen verkehren die Regionalbahnen tagsüber planmäßig, frühmorgens und spätabends werden auch zwischen Titisee und Neustadt einzelne Züge durch Busse ersetzt. In Titisee besteht jeweils Anschluss zwischen den Zügen von/nach Neustadt und Seebrugg sowie den Ersatzbussen. 

Die Strecke Titisee–Seebrugg ist gesperrt vom 8. Oktober bis 17. Oktober. Alle Züge fallen dann zwischen Titisee und Seebrugg aus und werden durch Busse ersetzt. In Titisee besteht Anschluss zwischen den Ersatzbussen und den Zügen von und nach Freiburg.

Wegen der längeren Fahrzeit der Ersatzbusse kommt es zu veränderten Abfahrts- und Ankunftszeiten. Teilweise müssen Reisende eine frühere Verbindung wählen, um weiterführende Anschlüsse zu erreichen. Die Ersatzbusse halten an den Bahnstationen oder in Bahnhofsnähe.

In Rötenbach, Bachheim und Döggingen sowie in Aha beträgt die Entfernung zu den Haltestellen der Ersatzbusse zwischen 200 und 500 Meter. Alle Haltestellen sind in der Fahrplanbroschüre sowie auf den Aushängen an den Bahnhöfen aufgeführt. Fahrräder können in den Bussen nicht mitgenommen werden. Fahrscheine werden in den Ersatzbussen nicht verkauft. Sie müssen vor Fahrtantritt erworben werden.

Während der fast achtwöchigen Sperrungen sind rund 2800 Zugfahrten ganz oder teilweise betroffen. Etwa 340 000 Reisende müssen in dieser Zeit auf Busse umsteigen. Allein bei der Sperrung des Abschnitts Freiburg–Titisee sind bis zu 40 Busse im Einsatz.

Seit Anfang August werden die Fahrplanänderungen mit 10.000 Handzetteln, Plakaten in den Bahnhöfen und Spannbannern angekündigt. Alle Ersatzfahrpläne sind bereits in den elektronischen Reiseauskunftsmedien der Bahn enthalten. Darüber hinaus gibt es in den DB Reisezentren und an den Service-Points der Bahn, bei Gemeinden sowie unter www.bahn.de/bauarbeiten zwei Fahrplanbroschüren (Erscheinungstermin 15. August und 2. September) mit allen Ersatzfahrplänen.