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Löffingen Artenschutz als gemeinsames Ziel

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Viel Diskussionsstoff und Informationen gibt es bei der Vorstellung des Managementplans Natura 2000 FFH-Gebiet-Wutachschlucht. Hier die Bachheimer Hansjörg Laufer, Berthold Meister, Petra Kramer und Clemens Diensberger, die sich über die Pläne beugen. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder Bote

Löffingen (gb). Die Schutzwürdigkeit der einmaligen Wutachschlucht steht außer Frage. Allerdings gab es bei der Vorstellung des Managementplans in der Löffinger Festhalle durch das Regierungspräsidium reichlich Diskussionsstoff. Dass man nur gemeinsam dieses Ziel erreichen kann und will, stellten die beiden Vertreter des Regierungspräsidiums Tobias Kock (Verfahrensbeauftragter) und der stellvertretende Referatsleiter Friedrich Kretschmar (beide vom Referat Naturschutz und Landschaftspflege) schnell klar. Für die Landwirte, die derzeit mit einem Strukturwandel kämpfen müssen, werfen die neuen Richtlinien Fragen und auch Ängste auf, die es galt, beim Infoabend abzubauen. Zuchtwart Karlheinz Agostini aus Göschweiler monierte, dass im Jahr 2003 eine Kartierung seiner ausgetrockneten Flächen vorgenommen wurde. Inzwischen habe sich die Vegetation verändert. Damals wurden Gespräche zugesichert, die nicht erfolgten.

Bei der Diskussion war das fehlende Miteinander immer wieder Thema. So erklärte auch Hansjörg Laufer aus Bachheim, dass man nur gemeinsam mit der Landwirtschaft eine Lösung für eine Bewirtschaftung finden könne. "Aus Zeitgründen konnten wir nicht jeden einzelnen Landwirt befragen", so Tobias Kock. Der Managementplan Natura 2000 müsse bis Ende des Jahres vorliegen. Die Bestandsaufnahmen hätten gezeigt, dass seit dem Jahr 2016 von den damals 170 Hektar Schutzgebiet schon 60 Hektar verschwunden seien, bemängelte Kock. Hier gelte das Prinzip, dass der Verursacher verpflichtet sei, den "Urzustand" wiedeherzustellen. Dass bei dieser Bestandsaufnahme kein Landwirt mit dabei gewesen sei, bemängelte ein Bauer aus Aselfingen. Außerdem sei nicht berücksichtigt worden, dass die Wildschweine viele Flächen umpflügten. Der Klimawandel erfordere eine frühere Mad und mehrfaches Mähen, so die Landwirte übereinstimmend. Kretschmar forderte, auf jeden Fall erst die Kräuter aussamen zu lassen.

Die beiden Bürgermeister Tobias Link und Josef Matt unterstützten die Wünsche der Landwirte nach gemeinsamen Gesprächen, um beiden Seiten gerecht zu werden. Die Wutachschlucht sei zudem ein wichtiger Tourismusmagnet, was auch Friedrich Kretschmar unterstrich. "Wie sieht es mit dem Wald aus?", fragte Josef Matt. Der sei in einem guten bis sehr guten Zustand, so die Antwort.

Keine Antwort gab es für Segelflieger Peter Martin Schmidt aus Göschweiler auf die Frage, ob und in welcher Höhe man diese Wiesen überfliegen dürfe. Dies müssten Juristen klären. Viel geklärt werden konnte an den Tischen und Tafeln, an denen die Experten Rede und Antwort standen.

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