Über 500 Besucher feierten in Göschweiler die Sommersonnwende, ein Fest für Groß und Klein. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder-Bote

Um Punkt 21.50 Uhr bricht das Feuer zusammen / Alter Brauch vor neun Jahren wieder entdeckt

Löffingen-Göschweiler (gb). Rund 500 Gäste aus dem gesamten Ösch kamen nach Göschweiler zur Sonnwendfeier des Sportvereins.

Diesen alte Brauch, des Mittsommers, wurde von den Initiatoren Manfred Furtwängler, Rudolf Gwinner, Walter Kessler und Werner Schonhardt vor neun Jahren wieder entdeckt und ist seither ein Publikumsmagnet.

Hier neben dem Sportplatz gab es auch kulinarische Köstlichkeiten, musikalische und tänzerische Darbietungen, Schwedenfeuer und Stockbrot für die jungen Besucher und natürlich das große Sonnwendfeier und dazu viel Interessantes zu diesem längsten Tag von Heimatforscher Rudolf Gwinner.

Erstmals wurde das Feuer bereits 20.45 Uhr angezündet, damit auch die kleinen Besucher sich an diesem Anblick erfreuen konnten. Unter dem Ehrenvorsitzenden und Ortsvorsteher Manfred Furtwängler wurde das Holz für die Feuer geschlagen. "Wir nehmen meist nur Dürrständer, erklärt Manfred Furtwängler, der mit zwölf Helfern im Alter zwischen zehn und 71 Jahren für das Feuerholz sorgte und dies bis auf eine Höhe von zehn Metern auftürmte. Um 21.50 Uhr brach der Feuerturm in sich zusammen, ein beeindruckender Anblick, der manchem der 500 Besucher ein entzücktes "Oh" entlockte. Wie immer war es dem Fanfarenzug unter Wilfried Münzer vorbehalten, diese Sonnwendfeier zu eröffnen. Für ordentliche Stimmung sorgte auch die Trachtenkapelle, erstmals mit dabei auch die beiden Jungmusiker Jessica Dunkels und Fabian Maier. "Jedes Jahr etwas Neues", so der Vorsitzende Walter Keßler, und dieses Mal gab es im kulinarischen Angebot neben dem heimischen Käses und der regionalen Wurst und Steaks auch heimische Wildschwein-Frikadelle.

Für manchen Besucher und Gruppen ist dieser Termin mit einer Radtour oder Wanderung verbunden, etwa die Landfrauchen von Seppenhofen oder der Club 40 aus Löffingen.

Langeweile gab es nicht, neben der Musik sorgte die Trachtengruppe unter Tanzlehrer Thomas Haag für manchen Augenschmaus. Die Kids waren von den Schwedenfeuern und ihrem Stockbrot backen kaum mehr weg zu bekommen, während die Erwachsenen aufmerksam der Betrachtung zur Sonnwendfeier von Rudolf Gwinner lauschten.

Die Mittsommernacht wurde schon in der prähistorischen Zeit gefeiert. Von den heidnischen Bräuchen wurde die Sommersonnwende nach der christlichen Tradition als Johannes-Feuer (Gedenktag 24. Juni Johannes der Täufer) und heute oft als esoterisches Ritual.

Besonders in Skandinavien und im Baltikum hat der 21. Juni eine große Bedeutung, so zählt die Mittsommernacht in Schweden neben Weihnachten zu den wichtigsten Familienfesten das Jahres.

Der längste Tag des Jahres markiert bei uns den Beginn des astronomischen Sommers, sie steht dann senkrecht über dem Wendekreis der Erde.

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