Die Maskenpflicht in der Fußgängerzone wird aufgehoben. (Symbolfoto) Foto: Gollnow/dp

Gekoppelt an den stabilen Inzidenz-Wert "unter 35", den das Landratsamt Tübingen am Mittwoch festgestellt hat, hat die Stadt Rottenburg am Neckar die Maskenpflicht in der Fußgängerzone aufgehoben. Dies trat am Donnerstag in Kraft. Ausgenommen sind Märkte, dort bleibt die Maskenpflicht bestehen.

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Rottenburg - Ausschlaggebend für die Stadtverwaltung ist der konstant niedrige Inzidenzwert von unter 35 in Verbindung mit den Ergebnissen der Aerosolforschung. "Wir folgen der Argumentation der Landesregierung, die aus diesen Gründen die Testpflicht für den Außenbereich aufgehoben hat und halten deshalb auch an der Maskenpflicht in der Fußgängerzone bei Vorliegen der genannten Voraussetzung nicht mehr fest", erläutert Nehle Betz, Leiterin des Ordnungsamts. Schließlich könne man jetzt in der Außengastronomie wieder ohne Maske verweilen. "Da ist es unserer Auffassung nach nicht sinnvoll, beim bloßen Überqueren benachbarter Flächen in der Fußgängerzone auf der Maskenpflicht zu bestehen", so Betz.

Die Stadt Rottenburg weist allerdings darauf hin, dass an engen Stellen zum eigenen Schutz und zum Schutz der Mitbürger dennoch eine Maske getragen werden sollte. Deshalb gilt die Maskenpflicht auch weiterhin auf Märkten, wo in der Regel dichteres Gedränge herrscht. Diese wird auch durch das Ordnungsamt kontrolliert. Die entsprechende Beschilderung werde in Kürze angepasst.

Testpflicht für Freibadbesucher

Der Sicherheitsgedanke steht auch bei einer weiteren Entscheidung der Stadt Rottenburg am Neckar im Mittelpunkt. Freibadbesucher müssen auch nach dem sogenannten Öffnungsschritt 3, der die Testpflicht beispielsweise in Außenbereichen aufhebt, einen Nachweis vorlegen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. "Wir möchten unseren Bürgerinnen und Bürgern höchstmögliche Sicherheit bieten", sagt OB Stephan Neher und ergänzt: "Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen auf unsere konsequente Teststrategie vor allem in Schulen und Kindergärten in den letzten Wochen bekommen. Viele Menschen fühlen sich deutlich sicherer, wenn sie wissen, dass andere in engem Kontakt um sie herum getestet oder eben geimpft bzw. genesen sind", so Neher. Auch wenn, oder gerade weil jetzt zahlreiche Lockerungen in Kraft treten, möchte die Stadt Rottenburg an dem Sicherheitskonzept mit konsequentem Testen festhalten und hält die Testpflicht beim Freibadbesuch zunächst aufrecht.

Schüler werden ohnehin regelmäßig zweimal pro Woche getestet, das Ergebnis ist 60 Stunden lang gültig; gleiches gilt für Tests in Kindergärten. Dort hebt die Stadt Rottenburg zwar ebenfalls gekoppelt an den Inzidenzwert unter 35 die Pflicht auf, hält aber die gut funktionierende Teststruktur für Kinder und ihre Eltern aufrecht.

Ältere Mitbürger, die häufig als Frühschwimmer zu den Stammkunden des Freibads gehören, dürften weitestgehend geimpft sein. Für alle anderen, die also beim Freibadbesuch möglicherweise noch keinen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen könnten, bietet die Stadt ein umfangreiches Testangebot: täglich, also auch am Wochenende von 9 bis 18 Uhr in der Zehntscheuer, außerdem zusätzlich am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 18 Uhr im Rathausfoyer, außerdem in allen 17 Ortschaften an verschiedenen Tagen und Zeiten. Alle Termine und Standorte werden laufend aktualisiert unter www.rottenburg.de/schnelltest

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