Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Lockdown in St. Georgen Viele Restaurants in Existenznot

Von
Die Pizzeria La Galeria muss momentan ganz auf ihren Liefer- und Abholservice setzen – die Verluste sind groß. Foto: Ginter

Obwohl die meisten Restaurants einwandfreie Abstands- und Hygienekonzepte hatten, mussten sie Anfang des Monats schließen. Für viele geht es nun um die Existenz. Mehr dazu lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

St. Georgen - "Niemand weiß, wie es weitergeht", sagt Lin Wu vom China-Restaurant Mandarin Garten in St. Georgen. Wu ergeht es wie allen seinen Kollegen aus der Gastronomie-Branche: Seit Anfang November darf er keine Gäste mehr empfangen, sondern lediglich Speisen zum Mitnehmen herausgeben.

Dem Gastronomen ist seine Verzweiflung deutlich anzumerken: "Es läuft ganz, ganz schlecht. Es ist eine Katastrophe." Gäste dürfen keine kommen, die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, und kaum jemand bestellt Essen: Lediglich ein oder zwei Bestellungen gehen im China-Restaurant täglich ein - an manchen Tagen keine einzige. Die täglich anfallenden Kosten laufen aber weiter und lassen sich, so Wu, kaum noch decken. "Wir wissen nicht, ob wir überleben können", sagt Wu. Noch bis zum Ende des Jahres wolle man abwarten, sagt er, dann müsse man entscheiden, ob man das Restaurant verkaufe. "Aber wer sollte es kaufen wollen?", fragt Wu ratlos.

"Für die Branche ist es eine komplette Katastrophe"

Die verordnete Schließung hat auch die Pizzeria La Galeria und die Kneipe Hils hart getroffen. Auch ihr Inhaber, Patrizio Coriale, sagt: "Für die Branche ist es eine komplette Katastrophe." Zwar wird der Abhol- und Lieferservice der Pizzeria genutzt - dennoch sind auch hier die Bestellungen zurückgegangen. "Vorher hat eine Familie vielleicht einmal die Woche bestellt, jetzt nur noch alle zwei bis drei Wochen", erläutert Coriale.

Lesen Sie auch: Pizzakartons spiegeln die Lage wider 

Sonst war der November ein guter Monat, erzählt er. Bei den Weihnachtsfeiern sei die Kneipe immer voll gewesen. "Ich hoffe es zwar - aber ich glaube nicht, dass wir im Dezember wieder aufmachen können", sagt der Gastronom betrübt. Auch ihn erschlagen die laufenden Kosten von Miete, Strom und Gas. Von der Politik ist er enttäuscht: Abstands- und Hygienekonzepte hätte man umgesetzt - dennoch musste man schließen. "Und im Einkaufscenter und am Flughafen sind die Menschen wie die Sardellen aufeinander", findet Coriale.

"Ein Dauerzustand darf das natürlich nicht werden"

Zweimal musste er vor der wochenlangen Schließung seines Restaurants nun auch schon wertvolle Lebensmittel wegwerfen - auch das missfällt dem Gastronom.

Wolfram Morat von der Gaststätte Zur Stadt Frankfurt ist derweil noch relativ entspannt. Diesen Monat hat die Gaststätte Betriebsurlaub - wie jedes Jahr im November. Er kann die Maßnahmen nachvollziehen und sagt: "Die November-Hilfe hilft uns mehr, als wenn wir geöffnet haben und die Gäste ausbleiben." Letzteres hätte mehr Verluste mit sich gebracht, glaubt er. Bisher sei sein Gasthaus noch gut über die Runden gekommen, aber: "Ein Dauerzustand darf das natürlich nicht werden."

Nada Music, Inhaberin vom Restaurant im Hochwald, sagt ebenfalls: "Wir kommen noch über die Runden, haben noch Puffer." Auch sie glaubt nicht, dass sie ihre Gaststätte im Dezember wieder öffnen kann. "Wir müssen hoffen, dass es bald wieder besser ist", so Music.

Fotostrecke
Artikel bewerten
5
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.