Kommentar: Lochfraß auf den Straßen

Was insgeheim jeder Autofahrer schon wusste, präsentiert die Studie des DIW nun schwarz auf weiß: Dafür, dass Straßen sich immer mehr wie Rüttelstreifen anfühlen und langwierige Staus auf Autobahnen nur noch Zeitplanungen mit großen Fragezeichen erlauben, fühlen sich Kfz- und Mineralölsteuer schwindelerregend hoch an.

Ganz zu schweigen vom Verschleiß durch löcherzerfressene Fahrbahnbeläge, der sich als unschönes Schlagloch im Guthaben niederschlägt. Wo häuft sich aber das Steuergeld, das nicht zu einem nervenschonenderen Straßennetz beiträgt?

In der Verbesserung der Ökobilanz? Klingt schön, aber auch unbestimmt. Wie wäre es damit: Der Steuerzahler darf sein Geld einfach behalten. Mancher würde sich gern öfter den Stautrubel schenken und auf die immer luxuspreisigere Bahn umsteigen. Was dann die entlastet, die auf die Autobahn angewiesen sind.

Von Wiebke Bomas