Die 26. Auflage – erstmals mit cts als Hauptsponsor – erlebt trotz dürftigem Wetter viel Zuspruch. Sportlich gibt es hohes Niveau und eine überraschende, aber verdiente Siegerin.
Hechingen schlägt Hamburg: Was die Besucheranzahl anbelangt, toppt der Finaltag bei den Ladies Open selbigen beim mit 250 000 Dollar dotierten WTA-Turnier in der norddeutschen Metropole.
Jan Hanelt, Vizepräsident des DTB, lobte die Organisatoren der Ladies Open daher am Sonntag bei der Siegerehrung in höchsten Tönen. Philipp Hahn, der zunächst fälschlicherweise als Balinger Bürgermeister angekündigt wurde – was für viele Lacher sorgte – schlug in die gleiche Kerbe.
Alle helfen mit
Was den Erfolg der Turnierwoche umso beeindruckender macht, zeigt sich bei Betrachtung der Wetterbedingungen. Fast an jedem Tag regnete es, teils lang und in Strömen, zahlreiche Unterbrechungen waren die Folge. Trotzdem waren die Plätze auch am Finaltag noch in gutem Zustand. Dies war Resultat einer tollen Teamleistung. Sogar die Schiedsrichter halfen teilweise mit, die Plätze zu präparieren, ganz abgesehen von den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern des TC Hechingen.
Turnierdirektor Andreas Fechter sagte: „Es waren wahrscheinlich die schwierigsten Verhältnisse in den 26 Jahren und daher eine harte Woche. Es war aber auch ein Teambuilding-Event für uns. Alle haben eine klasse Arbeit geleistet, da sind wir sehr zusammengewachsen. Sobald ein bisschen Sonne herausgekommen ist, war die Tribüne annähernd voll. Ich freue mich schon auf das kommende Jahr.“
Lob von der ITF
Wie aus der offiziellen ITF-Bewertung hervorgeht, bekamen die Hechinger auch von höchster Stelle einen tollen Job bescheinigt. Es gab keinerlei Beanstandungen oder Vorgaben für 2026. Die große Zahl der Besucher wurde ebenso lobend erwähnt wie die familiäre Atmosphäre, die Qualität von Linienrichtern, Ballkindern und Physios sowie die generelle Organisation des Turniers.
Sportlich gesehen gab es mit Nikola Bartunkova eine überraschende, aber verdiente Siegerin. Sie spielte inklusive der Qualifikation sieben Spiele in sieben Tagen – und ließ sich dabei auch von den drei topgesetzten Spielerinnen nicht schlagen.
Sperre wegen positivem Test
Thomas Bürkle bescheinigte ihr eine tolle Verfassung nach zwei schwierigen Jahren. Im April 2024 wurde sie vorläufig gesperrt, nachdem sie bei zwei Turnieren im Februar und März auf Trimetazidin getestet worden war. Der positiven Test wurden auf verunreinigte Lebensmittel zurückgeführt, weswegen eine reduzierte Sperre von sechs Monaten ausgesprochen wurde. Nun darf sie sich Siegerin der Ladies Open nennen und macht in der Weltrangliste einen Sprung auf Position 270.