Einen Kraftakt haben Einsatzkräfte aus der ganzen Region auf der A81 bei Sulz bewältigt und damit Teamgeist und höchste Professionalität bewiesen. Die Sperrung dauert weiter an.
Während sich viele Beobachter des Großbrands auf der A81 am Montag irgendwann schlafen gelegt haben, ging der Kampf gegen das Feuer und dessen Auswirkungen für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DRK und für die Spezialkräfte von BASF die ganze Nacht weiter.
Am Tag danach ernten die Einsatzkräfte, die aus der ganzen Region anrückten, Lob in den Sozialen Medien, verbunden mit den besten Wünschen für ihre Erholung. Die ist auch nötig angesichts der zurückliegenden Großeinsatzlage. Um 3 Uhr nachts, also nach mehr als zehn Stunden, war der Brand des mit einem Lösungsmittel beladenen Tankzugs gelöscht, bis 7 Uhr dauerte der Einsatz.
In Spitzenzeiten waren laut Kreisfeuerwehrsprecher Sven Haberer bis zu 320 Einsatzkräfte mit 60 Fahrzeugen vor Ort. Allen Kräften gelte großer Dank für die reibungslose und sehr gute Zusammenarbeit. Vor Ort waren - zum Teil auch mit einzelnen Spezialfahrzeugen: die Feuerwehren Horb, Empfingen, Rottenburg, Eutingen, Tübingen, Sindelfingen, Böblingen, Freudenstadt, Sulz, Oberndorf, Rottweil, Villingendorf, Tuttlingen, Bubsheim, TUIS Werkfeuerwehr BASF, der Gefahrgutzug Landkreis Rottweil, die Zentrale Feuerwehrwerkstadt Kreis Rottweil aus Sulgen, Bergfelden, Sigmarswangen und Mühlheim.
Kräftezehrender Einsatz
Und die Feuerwehr Eutingen schreibt in ihrem Einsatzbericht nach zwölf kräftezehrenden Stunden: „Wir bedanken uns ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit aller eingesetzten Organisationen vor Ort. Solch eine außergewöhnliche Lage kann nur durch Teamgeist, Professionalität und gegenseitige Unterstützung gemeistert werden.“
Wie viel Arbeit auf der A81 noch nötig ist, zeigen weitere Bilder von der Einsatzstelle. Die Reste des ausgebrannten Tanklastzugs liegen am Morgen in einem Meer aus Löschschaum quer auf der A81 – genau in dem Baustellenbereich, in dem seit langem die Sanierung der Strecke läuft. Die Bergung läuft.Die Fahrbahn wurde massiv beschädigt, wie lange die Instandsetzung der A81 dauert, ist noch nicht abzusehen. Die Autobahnpolizei in Zimmern erklärt gegen 13 Uhr auf Nachfrage, man gehe von einer Sperrung bis in den Abend hinein aus. Der Asphalt im Unfallbereich muss abgetragen und erneuert werden
Kritik an Baustellen auf der A81
Im Zuge des Großbrandes durch den umgekippten Sattelzug im Baustellenbereich wird auch Kritik laut. „Die A81 ist eine einzige Katastrophe“, schreibt eine Userin. Eine Baustelle reihe sich an die andere. „Wenn man da auf die Tube drücken würde, gäbe es auch auch weniger Unfälle“, meint ein anderer. An den Baustellen zwischen Oberndorf und Empfingen hat es in den letzten Wochen mehrfach gekracht. Erst vergangene Woche hatte ein Unfall mit Beteiligung eines Lkw den Verkehr zwischen Sulz und Oberndorf zum Erliegen gebracht.
Am Nachmittag wollen sich noch das Landratsamt Rottweil und Kreisbrandmeister Philipp Glunz zum Einsatz aus dem Blickwinkel des Katastrophenschutzes äußern. Auch Glunz brauche nach dieser Nacht, so heißt es auf Nachfrage, erst einmal eine kurze Auszeit.