Albschreiber Wolfgang Heyer (vorne) freut sich über das Albschreiber-Mobil, das ihm Gerd Krug (Zweiter von rechts) und sein Team vom Fiat-Autohaus Maier in Tailfingen zur Verfügung stellen, wofür auch Julian Köhnlein (rechts) vom Kulturamt dankbar ist. Foto: Karina Eyrich

„Wieder einer von Auto-Maier!“ können die Besucher der Literaturtage Albstadt vom 8. bis zum 27. November dem einzigen Autor nachrufen, der kein fertiges Buch mitbringt: Albschreiber Wolfgang Heyer

Was ein Mild-Hybrid ist, weiß Wolfgang Heyer aus Bad Waldsee jetzt auch, denn vom 8. bis 27. November wird er mit einem unterwegs sein, einem Fiat 500.

 

Übergeben haben ihm das Auto Gerd Krug und sein Team vom Fiat-Autohaus Maier in Tailfingen, damit der Albschreiber der Literaturtage Albstadt 2024 mobil ist, und zwar umweltfreundlich. Krug erklärt das Prinzip: Die Batterie sei kleiner als bei einem Hybrid und damit leichter, deshalb könne der Mild-Hybrid auch kürzere Strecken als jener elektrisch fahren.

Dialekt-Slammer mit kongenialem Partner

Die längste Strecke wird der Albschreiber von Burgfelden, wo er in der städtischen Ferienwohnung wohnen wird, zu den 15 Orten zurücklegen, an denen gelesen, Theater gespielt, musiziert oder geslamt wird. Als Dialekt-Slammer ist Heyer selbst unterwegs und war 2022 sogar Teil des Programms der Literaturtage mit seinem Bühnenpartner Barny Bitterwolf. So lag es für das Kulturamt Albstadt nahe, Heyer zu fragen, ob er nicht diesmal das Großereignis begleiten wolle, wie Julian Köhnlein sagt. „Auf der Internetseite literaturtage-albstadt.de richten wir einen Blog ein“, darin werde Heyer dann von seinen Erlebnissen und den Besonderheiten der Veranstaltungen berichten.

Der 41-Jährige hat freilich noch viel mehr vor und deutet an, dass sich die Zuschauer auf manche Überraschung einrichten dürfen. „Ungewöhnliche Herangehensweise“ nennt er das. „Das kann wirklich eine Wundertüte werden!“

Die Hauptrolle freilich spielten immer die Autoren selbst, das ist dem Zeitungsredakteur wichtig, der sich schon wie ein Kind auf Weihnachten darauf freut, sich 19 Tage lang „mit Literatur, Sprache, Kreativität, den unterschiedlichen Möglichkeiten der Rhetorik und neuen Impulsen auseinanderzusetzen“.

„Ich fiebere darauf hin!“

Menschen zusammenzubringen, damit sie sich austauschen, ist für Heyer der eigentliche Zweck der Literaturtage, deren „bunte Bandbreite an Genres“ im Programm ihm gut gefällt. „Ich fiebere auf diese Wochen hin.“ Nicht zuletzt sei es „absolut möglich, dass etwas davon in meinem Programm auftaucht“, sagt er mit Blick auf seine eigene Bühnenshow und zitiert einen Jugendlichen, der 2022 zu ihm gesagt habe: „Die Literaturtage sind ja echt fett!“

Was bringt er nach Albstadt mit? „Stift, Block, eine Kamera zum Filmen“ – und seine Familie: „Meine Frau und meine beiden Kinder werden mich besuchen.“ Sie dürfen dann bestimmt auch mal mitfahren im Fiat 500 des Autohauses, das für seinen Werbeslogan bekannt ist: „Wieder einer von Auto-Maier!“ Für die Leihgabe dankte Julian Köhnlein der Inhaber-Familie Krug ausdrücklich, denn nur so könne der Albschreiber mobil sein – „viele Veranstaltungen sind parallel“.