Lisa Fitz in Villingen: Sie ist immer noch eine Powerfrau, eine sexy Rocklady, kritisch und provokant, genauso begeisterte sie die Besucher im voll besetzten Theater am Ring.
Wer im Saal vermutete, ein paar Jährchen mehr würde man ihr ansehen und anhören?
Weit gefehlt. Sie stürmte auf die Bühne und lieferte ein fast dreistündiges Powerprogramm.
Alleine mit einem Stuhl und ihrer Gitarre sowie Pink Stiletto Heels, die sie vor der Pause dankbar stöhnend auszog und barfuß weitermachte.
„ Avanti dilettanti“. „Ein Dilettant ist einer, der sich durch eine Ausbildung nicht hat verderben lassen“, klärt sie auf. Und: „Wer nichts weiß, glaubt jeden Scheiß“, lockert sie das Publikum auf, denn bei Lisa Fitz geht es deftig zu. Sie lässt sich nichts verbieten, verbiegt sich nicht, ist eine durch und durch ehrliche Haut.
Publikum singt mit
Sie greift zur Gitarre und befiehlt: „Jetzt singen wir mal alle „der Mond ist aufgegangen“. Das Publikum folgt ihr mit kräftigen Stimmen: „Geht doch“, lobt sie.
„Ich bin Verschwörungstheoretigerin“ gesteht sie und haut auf die Angela, die Merkel, ein: Angela Merkel war früher ein Mann und der Toy Boy von Erich Honecker, kommt sie ins Schwärmen, um wieder zur Gitarre zu greifen und das Lied von der Fledermaus, also derjenigen, die in China dem Labor entkam, um hier Corona zu verbreiten.
Jetzt im Zweiteiler
Nach der Pause im bequemen Zweiteiler und sporty Shoes teilte Lisa Fitz aus. Sie knöpfte sich die Von der Leyen vor, denn wenn die einen Raum betritt, gefriert das Wasser, und die Baerbock erhielt den Faschingsorden für unfreiwillige Komik. Ach ja, der Hofreiter sieht aus wie Christus in der Mauser, ätzt sie.
Das Publikum hat kaum Zeit, sich von den eigenen Lachsalven zu erholen, da ist es auch schon an der Reihe: „Wer schimpft beim Autofahren, Hände hoch“. Zögerlich werden einige Hände in die Höhe gehalten, das wird nicht so richtig.
Über Merz und Klingbeil
Der Merz sei kein Kanzler mit Charisma, meint sie trostlos und schwärmt von Franz Josef Strauß: „Der hat Kracher losgelassen, und stockbesoffen gab der ein besseres Interview als ein nüchterner Karl Lauterbach“, das saß.
Der Wadephuhl, der grüne Robert, die Baerbock, diese Leute gehören nicht in die Politik, erntete sie „Bravo“ Rufe. Der Lars Klingbeil als SPD-Finanzminister sei wie ein Sparschwein mit Burnout auf der Flucht.
Publikum tobt
Lisa Fitz ist auch nach zwei Stunden Solo-Auftritt nicht müde. Sie spottet über die Omas gegen rechts oder links, die Journalisten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, aber die Landwirte haben Lisa beeindruckt.
„Ich hatte schon 4500 Soloauftritte und schreibe alle meine Reden selbst“, ist sie stolz und schon bei den Migranten: „Wir brauchen Fachkräfte, sie sollen Deutsch lernen, das ist schwer, kann die Annalena heute noch nicht und deutsche Männer mit mehr Haaren sind unsere Zukunft, auch wenn sie etwas dunkler sind, das war’s.
Das Publikum tobt, Lisa Fitz bedankt sich auch bei den tollen Räumlichkeiten des Theaters am Ring, dem Publikum sowieso, und immer wenn sie ans Aufhören denkt, bekommt sie so viele Zuschriften, dass sie sich sagt: „Ok, ich drehe noch ein paar Runden.“