Im Rahmen der Charterfeier wurden langjährige Lions Club Mitglieder von Distrikt Governor Claudia Pap geehrt. Auf dem Foto (von links): Roland Lepold, Ekkehard Fertig-Bilger, Geert Lansloot, Henning Pleitner, Jochen Schmelzle, Distrikt Governor Claudia Pap und Thomas Reichert, Präsident des Lions Clubs Freudenstadt. Foto: Peter Stumpf

Mit einer großen Charterfeier feierte der Lions Club Freudenstadt sein 70-jähriges Bestehen. Zahlreiche Projekte und Institutionen wurden von ihm in den letzten Jahrzehnten finanziell unterstützt. Eine der größten Einzelspenden in der Geschichte des Clubs, 20 000 Euro, ging nun an das Kinderhaus Luftikus.

Vor mittlerweile 70 Jahren hat sich der Lions Club Freudenstadt als siebter Lions Club deutschlandweit gegründet. Mit einer großen Charterfeier im Hotel Fritz im Lauterbad mit 64 Gästen wurde der runde Geburtstag kürzlich zelebriert.

 

Neben zahlreichen Clubmitgliedern war auch District Governor Claudia Pap zur Feier gekommen, darüber hinaus zahlreiche Vertreter befreundeter Lions Clubs aus nah und fern. Die Teilnahme von Pap unterstrich die Bedeutung des Geburtstags – nicht nur für den Freudenstädter Club, sondern für die Lions-Bewegung insgesamt. Sie zeugte laut Präsident Thomas Reichert auch von der guten und starken Vernetzung innerhalb des internationalen Netzwerks.

Reichert nutzte an diesem Abend die Gelegenheit, auf die Historie des Clubs und wichtige Ereignisse seit seiner Gründung im Jahr 1954 zurück zu blicken. 750 000 Euro gesamt habe der Club seither für wohltätige Zwecke gespendet, betonte Reichert. „Diese Zahl verdeutlicht eindrucksvoll das nachhaltige Engagement des Clubs und das positive Wirken in der Region und darüber hinaus“, sagte er.

Reichert erinnerte anlässlich des Jubiläums auch an bereits verstorbene Clubmitglieder und an die zahlreichen Präsidenten, die seither an der Spitze des Clubs gestanden haben.

Lions-Partnerschaft nach dem Zweiten Weltkrieg

Gegenstand seines bebilderten Rückblicks war auch die Jumelage mit dem Lions Club Soissons (Frankreich), für die der Grundstein 1959 im Luz Posthotel gelegt wurde. Im Jahr 1960 wurde die Freundschaft bei einer Feier im Freudenstädter Kurhaus dann auch offiziell besiegelt. Baumeister dieser Freundschaft waren der damalige Präsident Ferdinand Möhrle und sein französischer Amtskollege Jean Müller. Die Jumelage zwischen den beiden Clubs war eine der ersten Lions-Partnerschaften nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt.

Geert Lansloot, Vorsitzender des Hilfswerks des Lions Clubs Freudenstadt (links), und Thomas Reichert, Präsident des Lions Clubs Freudenstadt, überreichten den Spendenscheck an Birgit Stiletto, Geschäftsführerin des Kinderhauses Luftikus Baiersbronn. Foto: Peter Stumpf

Ein damals nicht ganz unumstrittener Meilenstein in der Geschichte des Clubs war schließlich die Öffnung vom reinen Herrenclub hin zu einem gemischten Club vor wenigen Jahren. Als erste Präsidentin übernahm im Jahr 2021/ 2022 Celia König den Staffelstab von ihrem Vorgänger Roland Lepold.

Abschiedsraum im Freudenstädter Krankenhaus

Reichert gewährte einen Überblick über unzählige auch internationale Projekte und Institutionen, die der Club seither mit seinen Spenden unterstützt hat. Darunter waren im Jubiläumsjahr 2024 beispielsweise das Einsatzkräftenachsorgeteam im Kreis Freudenstadt und die Einrichtung eines Abschiedsraums im neuen Freudenstädter Krankenhaus.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch langjährige Mitglieder von District Governor Claudia Pap und Präsident Thomas Reichert für ihr Engagement im Club geehrt.

20 000 Euro für das Kinderheim Luftikus

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Übergabe der Spende in Höhe von 20 000 Euro an Geschäftsführerin Birgit Stiletto vom Kinderheim Luftikus in Baiersbronn, eine Einrichtung für beatmete Kinder und ihre Familien. Stiletto bedankte sich tief bewegt für die großzügige Spende, die es ermögliche, das Projekt auch künftig auf eine gute finanzielle Basis zu stellen und die Arbeit mit den Kindern fortzusetzen. Es handelt sich um eine der größten Einzelspenden des Clubs innerhalb der vergangenen Jahre.

Für die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten sorgten Annalena Wegenast und Florian Blau von der Musik- und Kunstschule Freudenstadt.

Mitgliedschaft

Geehrt wurden
 Jochen Schmelzle für 50 Jahre, Michael Langholf für 40 Jahre, Henning Pleitner und Geert Lansloot für jeweils 20 Jahre, Ekkehard Fertig-Bilger für 15 Jahre und Roland Lepold für zehn Jahre.