Janine Wissler und Dietmar Bartsch sind die Spitzenkandidaten der Linkspartei im Bundestagswahlkampf. Foto: AFP/Michele Tantussi

Die Linke fordert in ihrem Programm zur Bundestagswahl einen Mietendeckel, 1200 Euro Mindestrente, 13 Euro Mindestlohn und eine Vermögenssteuer.

Berlin - Anderthalb lange Tage verströmte der digitale Bundesparteitag der Linken an diesem Wochenende etwa so viel Esprit und Begeisterung wie die Spiele der Fußball-Nationalmannschaft vor Portugal. Mit geradezu besessener Nüchternheit frästen sich die Delegierten diszipliniert und mit tapferer Beharrlichkeit durch einen Berg an Änderungsanträgen zum Bundestagswahlprogramm, der ohnehin schon von der Antragskommission im Vorfeld erheblich abgetragen worden war. Ursprünglich waren über 1000 Änderungswünsche eingegangen. Immerhin weit über 100 erreichten dann noch den Parteitag, und das reichte, um die Delegierten in die stundenlange Routine von Einbringungsreden, Gegenreden und Abstimmungen einzuspannen. Dafür, dagegen, Enthaltungen, danke, wir kommen zur Abstimmung. Und schon wartet der nächste Antrag. Den heiligen Ernst der Beratungen störte nur der – erfolgreiche – Antrag der Parteijugend, die Sektsteuer abzuschaffen. Der Slogan „Hoch die Tassen, nieder die Klassen“ überzeugte die Delegierten sehr.

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