Verschiedene Varianten für den Einbau eines Kindergartens und die Nutzung der bisherigen Sporthalle als Versammlungsraum für die Königsfelder Bürger kamen im Ortsteilausschuss auf den Tisch. Auch die Feuerwehr könnte auf dem Gelände unterkommen.
Der Sachstandsbericht zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung und die Vorstellung des Masterplans zum eventuellen Einbau eines Kindergartens in die Königsfelder Grundschule, die Umwandlung der dortigen Sporthalle zur Mehrzweckhalle und die Möglichkeit zum Bau eines Feuerwehrgerätehauses im Anschluss daran waren Thema im Ortsteilausschuss.
Laut Bürgermeister Fritz Link ist die Wärmeplanung zwar noch nicht abgeschlossen. Zwischenergebnis ist aber, dass die EGT keine Perspektive für die Umwandlung des Gas- in ein Wasserstoffnetz sieht. Auch dürften alle Ortsteile auf Dauer Einzelheizungsgebiet bleiben, nur der Kernort genug Potenzial für ein Wärmenetz bieten.
Tiefengeothermie ist im Kernort nicht erlaubt
Die energetische Sanierungsquote liegt bei Gebäuden bei einem Prozent. Würde bis 2040 das Ziel von 6,7 Prozent erreicht, bedeutete das eine Reduktion des Energiebedarfs um 50 Prozent. Verschiedene Energieformen bieten viel Potenzial. Tiefengeothermie ist aber im Kernort nicht erlaubt, da der im Wasserschutzgebiet liegt. Möglich wäre nur Oberflächengeothermie. Für Biogas wäre der massenhafte Anbau von Mais nötig, was Probleme für die Biodiversität oder die Verdichtung des Bodens und Überflutungen bei Sturzregen brächte.
Bei Solarenergie ist dank einer Liberalisierung die Freigabe von Flächen auch im Denkmalschutzgebiet zu überlegen. Das sei aber eine sensible Frage, so Link. Sigrid Fiehn stellte angesichts des geringen zusätzlichen Potenzials die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Änderung.
Bezüglich des Masterplans für einen Kindergarten in der Grundschule, die Umwandlung der Sport- zur Mehrzweckhalle und den Bau eines Feuerwehrgerätehauses betonte Link, dass es sich nur um eine Machbarkeitsstudie handelt – noch sei nichts entschieden.
Gründe für die Planung sind unter anderem, dass in der Feuerwehr die Zahl von derzeit 130 Einsatzkräften in zehn bis 15 Jahren auf 80 schrumpft, die Einwohnerzahl dank neuer Baugebiete zunehmen könnte und Königsfeld bisher nicht über einen größeren Versammlungsraum verfügt.
Schule könnte Parkplätze als Pausenhof nutzen
Er stellte verschiedenste Planungsvarianten vor, die schließlich alle Einrichtungen auf dem Grundschulareal unterzubringen versuchten. Möglich wäre ein Kindergarten im Untergeschoss der Grundschule, der Umbau der Sport- zur Mehrzweckhalle für 500 Besucher und ein Feuerwehrgerätehaus für 86 Feuerwehrleute beziehungsweise drei bis vier Abteilungen.
Stellplätze für Einsatzkräfte wären per Schranke abgesperrt, eine Ausfahrt auf die Landesstraße 181 für Einsatzfahrten reserviert. Die Parkplätze für die Mehrzweckhalle würden zum Teil permanent angelegt, der Rest temporär und von der Schule als Pausenhof genutzt. Die Kosten für Gerätehaus und Halle lägen bei jeweils 8,4 Millionen Euro brutto.
Lob für die Planungen
Beate Meier lobte das „sehr durchdachte Konzept“. Vorstellbar sei, dass es mehr Interesse für die Jugendwehr gibt, wenn sie schöne Räume habe. Wichtig sei, nicht viel neue Flächen zu versiegeln, sondern vorhandene zu nutzen.
Er habe selten eine Planung gesehen, die allen Eventualitäten Rechnung trage, lobte Matthias Weisser. Das sei ein Plan für die Zukunft, von dem er hoffe, dass man ihn mal realisieren könne. Klaus Vollprecht lobte die optische Aufwertung des Geländes, auch durch Eingrünung. Franziska Hornscheidt und Birgit Fiehn würdigten die „gute abgestimmte Lösung“. Der Ausschuss nahm die Masterplanung zur Kenntnis.