1926 wurde die Linachtalsperre vollendet. 1970 wurde die Stromproduktion eingestellt. 1998 ließ die "Gedea" die Turbinen wieder laufen. 2005 fand eine Generalsanierung der Betonmauer statt, danach konnte der See wieder voll gefüllt werden und das Kraftwerk im vollen Umfang wieder Strom erzeugen. Ab und zu finden an der Staumauer Veranstaltungen statt. Auf dem Archivbild ist das Bauwerk bei einer Lichtinstallation zu sehen. Foto: Liebau

Strom-Gewinnung des Vöhrenbacher-Kraftwerks soll sicherer und effektiver werden.

Eine deutlich effektivere Nutzung des Linach-Kraftwerks mit Ökostrom aus Wasserkraft planen gemeinsam die Stadt Vöhrenbach als Besitzer und der Betreiber des Kraftwerks, die Gedea Wasserkraftwerk Linach GmbH & Co KG (GEDEA). Mehr erfahren Sie in unserem (SB+)-Artikel.

 

Vöhrenbach - Dafür soll in den Wintermonaten der Pegel abgesenkt und Spielraum für Stromerzeugung nach Bedarf geschaffen werden. Gleichzeitig sei diese Winterabsenkung für die Sicherheit rund um den Stausee von großer Bedeutung. Dieter Schäfer von der GEDEA geht nun offensiv an die Öffentlichkeit, um hier Überzeugungsarbeit zu leisten. Vor allem gelte es Politik und Verwaltung in Kreis und Land zu überzeugen, dass hier entsprechende Vorgaben für die Staumauer angepasst werden sollen. Vorrangiges Ziel ist hier die Nutzung der Linachtalsperre als Winterkraftwerk.

Darüber hinaus hat Dieter Schäfer auch Pläne für die Organisation der Energieerzeugung, denn die EU bietet für die Zukunft eine "Erneuerbare Energie Gemeinschaft" als Struktur an, die dann aber bestimmte Merkmale aufweisen muss, um alle Vorteile in Anspruch nehmen zu können.

Zukunftsweisendes Konzept ist das Ziel

Gerade im Blick auf die anstehende Landtagswahl, so Dieter Schäfer, ist das Ziel ein zukunftsweisendes Betriebskonzept für ihre Linach KG. Diese Zukunfts-Vision müsse nun in der Öffentlichkeit gerade im Blick auf die Landtagswahl intensiv diskutiert werden.

Ein erstes und wichtiges positives Signal gab es im Oktober beim Besuch der Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer in Vöhrenbach. Ein ganz wesentliches Thema dabei war die Linachtalsperre, für die Bürgermeister Strumberger einmal mehr eine effektivere Nutzung der Stromerzeugung durch eine mögliche Absenkung des Wasserspiegels forderte.

Hier konnte Bärbel Schäfer eine erste gute Nachricht überbringen. Denn die geforderten 42 Liter Abfluss aus dem See müssen nur dann auch tatsächlich erbracht werden, wenn auch entsprechend Wasser zufließt. Darüber hinaus werde man "im Gespräch mit dem Landratsamt die Rahmenbedingungen noch einmal überprüfen."

Auch bei einem Besuch von Mitgliedern der Grünen-Fraktion im Landtag war man sich einig, dass "Strom aus Wasserkraft ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz" ist. In diesem Zusammenhang gewinnt die Forderung nach einer Winterabsenkung des Pegels große Bedeutung.

GEDEA: "Beträchtliche Absenkung des Seepegels" notwendig

Zum einen geht es um die Sicherheit der Staumauer in den Wintermonaten mit oftmals starkem Niederschlag, zum anderen kann man mit einer solchen Absenkung mit entsprechenden Zwischenstau auch auf den Strombedarf reagieren und dann bei hohem Bedarf und damit hohen Strompreisen günstigen Ökostrom erzeugen.

"Wir brauchen vom ersten November bis zum 31. März eine beträchtliche Absenkung des Seepegels", so die gemeinsame Forderung von GEDEA und Stadt Vöhrenbach.

Die Stadt Vöhrenbach ist Inhaberin der wasserrechtlichen Genehmigung. Insofern muss die Stadt Vöhrenbach die Winterabsenkung beantragen. Nicht zuletzt bedeute ein voll aufgestauter See im Winter eine große Gefahr, wie sich in diesem Jahr beim Sturm Sabine gezeigt hat.