Bürgermeister Josef Herdner verabschiedete Arno Ruf, der Verantwortung im Ortschaftsrat und zehn Jahre als Ortsvorsteher getragen hat. Sein Amt übernimmt Rudolf Müller. Viele Gäste waren zum Stehempfang im Gemeindehaus gekommen.
Vor großer Kulisse mit mehr als 40 Gästen wurden im Linacher Gemeindehaus am Donnerstagabend Ortsvorsteher Arno Ruf und Ortschaftsrat Stefan Braun aus ihren Ämtern verabschiedet. Zuvor war die Konstituierung des neuen Linacher Ortschaftsrates, bei der Rudolf Müller zum neuen Ortsvorsteher nominiert wurde.
Bei diesem offiziellen Akt im Sitzungszimmer fand bei dem großen Ansturm natürlich nur ein Teil der Gäste Platz, es gab auch einige Fenstergucker. Der Linacher Ortschaftsrat besteht wieder aus vier Mitgliedern. Wiedergewählt wurden Barbara Ploetz und Robert Müller. Verabschiedet wurden Arno Ruf und Stefan Braun. Neu im Ortschaftsrat sind nun Philipp Hättich und Detlef Wehrle.
Zu Beginn dieser Sitzung bestätigte Bürgermeister Josef Herdner, dass das Landratsamt das Wahlergebnis geprüft habe. Der bisherige Ortschaftsrat bestätigte, dass für die neuen Mitglieder keine Hinderungsgründe vorliegen. Daraufhin gab es einen Wechsel am Ratstisch, die neuen Mitglieder nahmen nun Platz. Mit Bürgermeister Herdner sprachen sie die Verpflichtungs-Formel und bestätigen diese mit Handschlag.
Bürger bei Sitzungen willkommen
Herdner machte deutlich, dass auch ein kleiner Ortschaftsrat für seinen Teilort eine wesentliche Bedeutung hat. Außerdem wies er auf die Vertraulichkeit von Beratungen in nicht-öffentlicher Sitzung hin. Gleichzeitig freut er sich, dass bei dieser Amtseinführung so viele Gäste gekommen waren. Auch bei den Sitzungen seien die Bürger immer eingeladen, sich ein Bild von der Arbeit zu machen.
Der neue Ortschaftsrat beschloss die Geschäftsordnung, als neuer Sitzungstag wurde der Mittwoch anstatt bisher Donnerstag festgelegt. Einstimmig bestätigte der Ortschaftsrat den Vorschlag, dass Robert Müller das Amt des Ortsvorstehers übernehmen soll und Barbara Ploetz die Aufgabe als Stellvertreterin übernimmt. Endgültig beschlossen wird dies vom Gemeinderat am 24. September, wenn auch die anderen Ortschaftsräte sich konstituiert haben.
Stefan Braun gewürdigt
Weiter ging es dann im Saal des Gemeindehauses mit einem Stehempfang. Gäste waren viele Bürger aus Linach, aber auch eine ganze Reihe von Gemeinderäten sowie die noch amtierenden Ortsvorsteher der anderen Ortsteile.
In diesem Rahmen wurden die scheidenden Ortschaftsräte verabschiedet. Es sei schade, so Bürgermeister Josef Herdner, wenn ein Ortsvorsteher und auch ein Ortschaftsrat geht. Aber die Gremien müssen sich wieder neu aufstellen, um voranzukommen. Sein Dank galt Stefan Braun, der von 2009 bis 2014 im Ortschaftsrat aktiv war, dann fünf Jahre im Gemeinderat und schließlich bis zu dieser Wahl wieder fünf Jahre im Ortschaftsrat. Er dankte mit einem Präsent für das Engagement von Stefan Braun.
Nun gelte es aber, so Josef Herdner, Arno Ruf Dank zu sagen, der seit 15 Jahren im Ortschaftsrat aktiv war, davon „zehn fruchtbare Jahre“ als Ortsvorsteher. In dieser Zeit sei viel gelaufen, am intensivsten waren die vergangenen drei Jahre mit der Erschließung der Infrastruktur für Linach. Dieses Projekt sei leider nicht so glücklich gelaufen, er habe sich eine andere Baufirma gewünscht. Dann wäre sicher vieles ruhiger und vielleicht auch besser gelaufen und man wäre schon viel weiter. Dies habe viele Nerven gekostet.
Vor zehn Jahren begannen die Überlegungen für Linach mit dem Start der Breitband-Versorgung, was nun mit Wasser, Abwasser und Stromversorgung verbunden wurde. Und da habe sich Arno Ruf als ausgleichende Persönlichkeit intensiv eingesetzt. Weitere wichtige Themen waren der Spielplatz, die Feuerwehr und vieles mehr. Arno Ruf dankte für die breite Unterstützung von allen Seiten, besonders auch von seiner Familie. Ein Dank an den scheidenden Ortsvorsteher kam auch von seinen Ortsvorsteher-Kollegen sowie von den Linacher Vereinen.