Alle drei Chöre des Liederkranzes Salzstetten gaben ihr Bestes beim Friedens-Doppel-Kirchenkonzert in Salzstetten und in Pfalzgrafenweiler (Foto). Foto: Walter Maier

Mitreißend und dynamisch: Die drei Chöre des Liederkranzes Salzstetten artikulieren sehnlichen Wunsch nach Frieden.

Vokalisten jubilierten, Instrumentalisten brillierten. Die drei Chöre des Liederkranzes Salzstetten beglückten mit ihrem mitreißenden Friedens-Konzert in der St. Agatha-Kirche in Salzstetten und der Jakobskirche in Pfalzgrafenweiler Hunderte von Besuchern. Der Gemischte Chor, der Frauenchor Impuls und der Shantychor ernteten frenetischen Beifall.

 

Dank seiner inspirierenden musikalischen Leitung weckte Victor Brose Sanges- und Musizierfreude bei den 40 Vokalisten und Instrumentalisten. Der Maestro kitzelte das Bestmögliche aus den Laienchören heraus. Speziell für seine drei Chöre schrieb Dirigent Victor Brose die mehrstimmigen Arrangements.

Freude schöner Götterfunken zum Auftakt

Fulminant der Auftakt mit „Freude schöner Götterfunken“: Mit der Hymne an die Freude von Ludwig van Beethoven erzeugten die vereinten Chöre erste Gänsehaut-Momente. „Festlicher kann man ein Konzert, das „Frieden für die Welt“ zum Thema hat, nicht eröffnen.“, erklärte Moderator Christian Ehl. Dem „Sancta Maria“ ließ der Gemischte Chor Herzenswünsche folgen: Mit „Über den Sternen wohnet stiller Frieden“ und dem Lied aus Israel mit flottem Rhythmus „Hevenu Shalom alechem“, wo es heißt „Wir wollen Frieden für alle. Wir wollen Frieden für die Welt.“, berührten sie Seelen.

Mit dem magischen Stück „Elegy“ bezauberte Solist und mehrfacher Preisträger von Musik-Wettbewerben Ronald Brose auf der Geige, begleitet von seinem Vater Victor Brose auf dem Klavier.

Victor Brose beeindruckte mit profihaften Dirigat. Er schrieb auch die Arrangements. Foto: Walter Maier

Funken der Begeisterung entfachte der Shantychor und Dirigent Brose mit gestischer Ausdruckskraft mit „Dona pacem Domine“ (Gib Frieden Herr), dem Welthit „Sound of Silence“ von Paul Simon und Art Garfunkel, und dem Gospel-Song „This Little light of mine“ auf Deutsch „Seht, wie das kleine Licht strahlend das Dunkle bricht“. Mit ihrem Zugabe-Titel „All night all day“ vermittelten sie Zuversicht: Jede Nacht, jeden Tag wachen deine Engel über mich, mein Gott.

Mit dem Panflöten-Solo „Hallelujah“ von Leonard Cohen erreichte Künstler Valentin Brose die Herzen. An der Harfe beeindruckte Lea Brose, die Tochter von Valentin, beim Ensemble-Auftritt mit Ronald Brose (Violine) und Valentin Brose (Panflöte).

Nicht einfache Songs interpretierte der Impuls-Frauenchor mit dem John Denver-Liebeslied „Follow me“. Vom zeitgenössischen Komponisten Lorenz Maierhofer stammten der Gospel-Song „Hear me prayin‘ Lord“ und „The new Gospel Train is coming“. Die Zuhörer beschenkten sie in „Amazing Love“ mit „unglaublicher Liebe“.

Herausragend musizierte das Brose-Ensemble mit Lea (Harfe), Valentin (Panflöte) und Ronald (Violine). Foto: Walter Maier

Alle drei Liederkranz-Chöre vereinten sich zum großartigen Finale mit „Das Licht der Liebe“ und „Oh when the Saints go marching in“. Der Melodienreigen gipfelte in der Chöre-Zugabe „You raise me up“ mit einem Text aus der Feder des aktiven Liederkranz-Sängers Martin Huss und einem Gesangs-Solo Part von Walter Griessenauer.

Ohne Notenblatt die berühmte Toccata gespielt

Der mehrfache Preisträger von „Jugend musiziert“ und hervorragende Pianist Kevin Dilper am E-Piano verlieh den Werken Ausdruck. Einfühlsam begleitete der Salzstetter Arzt Michael Schmelzle auf seinem Cello. Auf dem Cajon gab Michael Kreuzberger den Rhythmus an. Kirchenmusiker Kevin Dilper (27), auch als Staatsanwalt in Rottweil tätig, überraschte beim Finale als brillanter Organist. Ohne Notenblatt bot der Baiersbronner die berühmte Toccata aus der fünften Orgelsinfonie von Charles-Marie Widor dar und erntete stürmischen Applaus. Die begeisterten Zuhörer dankten mit Standing Ovations für ein sehr gelungenes Kirchenkonzert.

Christian Ehl und Adelheid Singer zum Konzert

Christian Ehl
, der seit fast 20 Jahren bei Liederkranz-Konzerten charmant und fachlich kompetent mit originellen Pointen durch das Programm führt, brachte es auf einen Nenner: „Frieden beginnt bei uns, in unserer Familie, vor unserer Haustür, mit unseren Nachbarn.“ Und fügte hinzu: „Nur eine Gesellschaft, die in Frieden miteinander lebt, kann auch nach außen Frieden stiften.“

Adelheid Singer
, Vorsitzende des Liederkranzes lobte alle Beteiligten für ein fabelhaftes Kirchenkonzert „Frieden für die Welt“, für das sich fleißiges Proben gelohnt habe. Obwohl die drei Chöre durch Krankheitsfälle dezimiert waren, meisterten diese das Doppel-Konzert mit Bravour.