Auf dem Bild, das aus den Jahren 1975 oder 1976 stammt, sind Meinhard Riesle (vorne, rechts) und Gerhard Moser als Grillmeister in dem damals existierenden Pavillon im Einsatz. Foto: Gerhard Moser

Das Lichterfest des Schwarzwaldvereins kann ein Jubiläum feiern. Die 50. Auflage findet nun an Dreikönig, 6. Januar, um 16.30 Uhr im Kurpark statt. Hier ein Blick in die Geschichte.

Nach den Anfängen im Doniswald hat das Lichterfest seinen festen Platz im Kurpark gefunden. Der Musik- und Trachtenverein Neuhausen ist seit Beginn dabei.

 

Am 5. Januar 1975 eröffnete die Orts- und Jugendgruppe des Schwarzwaldvereins im Doniswald den Reigen der alljährlichen Lichterfeste.

Die Idee stammte von Manfred Broghammer, dem ehemaligen Vorsitzenden.

Die Besucher fanden einen mit Fackeln beleuchteten Platz vor. Bei Glühwein und Würstchen, diese gab es in einem Pavillon, spielte der Musik- und Trachtenverein Neuhausen weihnachtliche und weltliche Weisen. Die Musiker traten damals in ihrer neuen Tracht auf. Dies hatte aber nur einmal Bestand, da die Temperaturen zu der Jahreszeit im Januar eher nach wärmerer Kleidung verlangten. Auch gab es mit einfrierenden Instrumenten Probleme, dies weiß auch der ehemalige Vorsitzende Hans-Jörg Kammerer, ein Zeitzeuge von damals, zu berichten. Bis zum heutigen Tag ist der Verein Bestandteil des Lichterfestes.

Pavillon von umgefallener Tanne zerstört

Der Pavillon wurde Jahre später bei einem Sturm durch eine umfallende Tanne zerstört und leider nicht wieder aufgebaut.

Nach dem Wegfall des Pavillons wurde das Lichterfest entlang des Zaunes zum Haus Doniswald veranstaltet, so Gerhard Moser und Peter Obergfell vom Schwarzwaldverein. Da das Fest draußen im Doniswald sehr witterungsabhängig war, erfolgte 1982 der Umzug in den Kurpark. Das erwies sich letztendlich auch auf Grund der Infrastruktur als der bessere Platz, obwohl die Stimmung im Doniswald etwas heimeliger wirkte. Hier fanden die Musiker sowie alle Beteiligten ein schützendes Dach vor.

Im Jahr 1984 traten erstmals die Sternsinger der katholischen Kirchgemeinde auf. Ihre Verse und Lieder passen in die Jahreszeit und ihr Erscheinen wird immer mit Beifall bedacht. Der Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins obliegt es, für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher zu sorgen. Würste und Hamburger vom Grill sowie leckere Waffeln munden den meisten. Bei winterlicher Kälte sind heiße Getränke wie Glühwein und Punsch aber auch Kirschwasser, besonders begehrt. Andere alkoholische und alkoholfreie Getränke stehen auch zur Auswahl.

Entlang der Wege leuchten Fackeln

Im Jahr 1992 betrat der Schwarzwaldverein bei der Bewirtung Neuland. Ausschließlich Mehrweggeschirr findet Verwendung. Unter dem Motto „Die Ortsgruppe will weg vom Einweg-Geschirr“ betrat man damals Neuland, investierte in neues Geschirr und neue Gläser – „wir haben es nicht bereut“, so die Verantwortlichen. Die Freiwillige Feuerwehr ist für die entsprechende Beleuchtung zuständig. Entlang der Wege hat sie immer reichlich Fackeln entzündet und sorgt für das große Holzfeuer. So entsteht eine heimelige Atmosphäre. In manchen Jahren war es geradezu idyllisch, wenn es zuvor geschneit hat.

Seither treffen sich Einheimische und Kurgäste zu Beginn des neuen Jahres zum Stelldichein und kurzweiligen Plausch. Unter den in manchen Jahren bis zu 300 Besuchern war die örtliche Prominenz gut vertreten. Den Bürgermeistern Horst Ziegler und Fritz Link blieb es vorbehalten, die Begrüßung vorzunehmen.

Die Lichterfeste gehören heute zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Gemeinde. Sie sind Tradition und eine Art Neujahrsempfang für jedermann geworden.