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Liberale Querelen

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u Steuersenkungspartei

Bald nach der Bundestagswahl 2009 brachen die Umfragewerte der FDP ein. Die Liberalen wurden als Steuersenkungspartei wahrgenommen, die sich nur um ihre Klientel kümmert. Der Vorsitzende Guido Westerwelle wurde aufgefordert, seine Macht zu teilen. Im April 2011 gab Westerwelle den Parteivorsitz schließlich auf.

u Neue Führungsriege

Nach mehreren bitteren Niederlangen bei Landtagswahlen stellte sich die Führungsriege beim vorgezogenen Parteitag im Mai neu auf. Das Erneuerer-Trio Philipp Rösler, Christian Lindner und Daniel Bahr kam an die Parteispitze. Rösler versprach: "Ab heute wird geliefert."

u Berlin-Desaster

Doch die neue Führung scheiterte trotz zahlreicher Versuche daran, neues Vertrauen für die Liberalen aufzubauen. Bei Umfragen landete die Partei regelmäßig unter fünf Prozent, bei der Berlin-Wahl erlebte sie ein Zwei-Prozent-Desaster. Zuletzt drohte der Mitgliederentscheid zum Euro-Rettungsschirm ESM die Partei zu spalten.

u "Übergangsregierung"

Nun gibt es bei den Liberalen Gedankenspiele für eine "Übergangsregierung". Als aussichtsreicher Kandidat, der den Übergang gestalten soll, gilt FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle. Noch am Dienstag hatte sich dieser gegen solche Spekulationen gestemmt: "Veränderungen stehen nicht an", sagte er. Nicht einmal 24 Stunden später scheint diese Aussage Makulatur.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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