Wirklich alle zufrieden? Foto: Melanie Jilg

Der Autor macht sich Gedanken über ein geplantes neues Veranstaltungsformat auf dem früheren Landesgartenschau-Gelände in Lahr.

Es wird bunt im Seepark – buchstäblich und hoffentlich auch im übertragenen Sinne. Auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände gibt es im August eine neue Veranstaltung. Gerne mehr davon.

 

Dass es manchmal ein bisschen länger dauert, bis die Behörden in die Gänge kommen, ist bekannt. Vor ziemlich genau drei Jahren wurde an dieser Stelle dafür plädiert, eines der attraktivsten Naherholungsgebiete, das Lahr zu bieten hat, mit (noch mehr) Leben zu füllen.

Damals war gerade das Landesturnfest zu Ende gegangen. Tausende junge Sportler und ungezählte Besucher fühlten sich in der Stadt pudelwohl. Das lag nicht zuletzt am Seepark, der unter Beweis stellte, dass er nicht nur schön aussieht, sondern auch eine perfekte Feier-Location ist. Eine Eigenschaft, die sich bis dato dauerhaft nur die Organisatoren des Firmenlaufs zunutze gemacht haben.

Nun ist es zwar abermals ein privater Veranstalter, der das „Seeleuchten“ initiiert, doch kann der immerhin auf die wohlwollende Unterstützung der Stadt bauen. Die Vorschaubilder vom Probestrahlen versprechen zwei romantisch-farbenfrohe Abende; auch das geplante Rahmenprogramm mit Bewirtung und Musik lässt sich gut an.

Zu denken gibt einzig der Eintrittspreis. Zehn Euro mögen angesichts des (technischen) Aufwands gerechtfertigt sein, ob indes die Massen strömen – die Verantwortlichen erhoffen sich pro Tag bis zu 3000 Besucher – muss sich zeigen. Schließlich will man ja auch noch etwas essen und das ein oder andere Glas trinken.

Zu wünschen jedenfalls ist dem „Seeleuchten“ eine erfolgreiche Premiere und in der Folge ein fester Platz im Lahrer Veranstaltungskalender. Und dann ist da ja auch noch die Stadt. Die hat im Frühjahr zu einer Ideensammlung für den Seepark aufgerufen, Ergebnisse soll’s bald geben.

Vor drei Jahren lautete hier der Wunsch: kein Halligalli jedes Wochenende, aber zwei-, dreimal pro Jahr ein geselliges Beisammensein an der Uferpromenade. Damit sollten alle leben können. Auch jene, die am liebsten einfach nur gerne in Ruhe um den See flanieren.