Der FC Bayern München blieb in der Wechsel-Posse um den unzufriedenen Robert Lewandowski lange Zeit hart – um die Ablösesumme hochzutreiben. Dies bietet dem Club nun auch Chancen, meint unser Autor Jürgen Frey.
Zweifelsohne verliert der FC Bayern einen der besten Stürmer seiner Geschichte. Dennoch hat der deutsche Rekordmeister aus dieser Posse um Robert Lewandowski am Ende noch das Beste gemacht. Zwar bleibt abzuwarten, wie der Abgang kompensiert wird, doch was hätte dem FCB ein unzufriedener Star gebracht? Das Werben der Münchner um Topstürmer Erling Haaland hatte der Pole als Majestätsbeleidigung empfunden, seitdem wollte er endgültig nur noch weg.
Neue Ära starten
Das wussten die Bayern-Bosse ganz genau, doch sie blieben hart. Warum? Um den Preis hochzutreiben. Nun kassieren sie bis zu 50 Millionen Euro. Das ist kein Nasenwasser, schon gar nicht für einen fast 34-Jährigen, bei dem keine Garantie besteht, dass er auch weiterhin so liefert. Erinnert sei an Superstar Lionel Messi (35), der sich nach seinem Wechsel zu Paris schwer tut und ausgepfiffen wurde. Weiterer Vorteil für den FC Bayern: Der Club hat nun Planungssicherheit und kann die Ära nach Lewandowski sofort starten und nicht erst in einem Jahr.
Dass Barça trotz immensem Schuldenberg den Transfer schulterte, ist sicher mehr als fragwürdig. Doch seit der Internationale Sportgerichtshof Cas den von der Uefa verhängten Europapokalausschluss von Manchester City wieder aufhob, wirkt der europäische Verband in Sachen Financial Fairplay ohnehin wie ein zahnloser Tiger.