Zum letzten Auftritt in der Bizerba-Arena in diesem Jahr ist am Samstag (Anstoß 14.30 Uhr) der FSV 08 Bietigheim-Bissingen zu Gast. TSG-Trainer Murat Isik kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen.
„Wir wollen das letzte Heimspiel des Jahres siegreich bestreiten. Dafür müssen wir mit großer Energie spielen. Bietigheim hat in den vergangenen 13 Partien nur gegen Mannheim verloren.“ Murat Isik fasst die Gemengelage vor dem Aufeinandertreffen mit Bietigheim-Bissingen am Samstag klar zusammen.
Fakt ist: Nach den deutlichen Niederlagen gegen Aalen (1:4) und Großaspach (1:6) will die TSG auch auf heimischem Rasen wieder zurück in die Erfolgsspur. Isik betont: „Es wird nicht einfach. Wir wollen die bisherige Saison aber weiter krönen und haben dann im Anschluss noch ein sehr attraktives Auswärtsspiel in Reutlingen.“
Kapitän dreht auf
Fakt ist auch: Der FSV präsentierte sich zuletzt gut aufgelegt und ist seit fünf Spielen ungeschlagen. In der Vorwoche gab es einen starken 4:1-Heimsieg gegen den FSV Hollenbach. Mit einem Doppelpack glänzte Kapitän Pero Mamic. Der kroatische Kapitän misst 1,98 Meter und ist damit ein Zielspieler bei hohen Bällen. „Er wird oft gesucht. Sie haben einfache und gute Lösungen im Ballbesitz, darauf sind wir vorbereitet“, so Isik.
Bis auf den gesperrten Amney Moutassime kann er wohl – Stand Donnerstag – auf den gesamten Kader zurückgreifen. Ferdinand Schmidt hat nach seiner krankheitsbedingten Pause wieder trainiert, ist aber noch nicht bei 100 Prozent. Zudem hat das leidgeplagte Knie von Luca Kölsch nach dem jüngsten Spiel auf Kunstrasen etwas reagiert.
Der Tor-Motor stottert
Etwas Sand im Getriebe war zuletzt in der TSG-Offensive: In den vergangenen sechs Partien wurden nur sechs Treffer erzielt, zuvor waren es 23 in nur vier Spielen. Nicht mehr getroffen hat Halim Eroglu seit seiner Sechs-Tore-Gala gegen Mannheim. Für Isik ist die Formdelle nicht total überraschend: „Ich war fünf Jahre im NLZ und weiß, wie es bei jungen Spielern ist. Zudem war Halim seither zwei Mal bei der Nationalmannschaft, das macht ja auch etwas mit einem Spieler.“
Ferdinand und Bader als Alternativen
Siegtorschütze in Echterdingen war Jan Ferdinand – sein letzter Startelf-Einsatz datiert vom 7. September. „Jan hat gewisse Qualitäten, die unsere anderen Angreifer nicht haben. Wir haben 15 Spiele am Stück gewonnen, da gab es wenig Grund zu wechseln, in den letzten Wochen gestaltet sich die Lage etwas anders. Er ist eine Option für die Startelf“, erläutert Isik. Zufrieden ist er mit der Entwicklung von Silas Bader. Der 20-Jährige aus der eigenen Jugend sei „auf einem guten Weg“. „Er kann noch kaltblütiger werden, das gilt es im Torschusstraining immer wieder zu üben“, zeigt sein Trainer noch Verbesserungspotenzial auf.
Egal wer letztlich stürmt, die TSG-Anhänger würden sich im letzten Heimspiel des Jahres sicher über einen Sieg freuen.
Im Anschluss an die obligatorische Pressekonferenz wird in „Henkes 12. Mann“ noch die Gruppenauslosung für den diesjährigen Sparkassen-Indoor-Cup vorgenommen.