Gaben mit dem offiziellen Spatenstich für den Breitbandausbau „Furtwangen – Schützenbachtal mit Gewerbegebiet“ den Startsschuss für den letztn großen Bauabschnitt für die Breitbandversorgung in der Uhrenstadt (von links): Gerhard Raduchel vom Planungsbüro MRK, Rainer Jung, Breitbandbeauftragter Stadt Furtwangen, Michael Willmann vom Zweckverband Breitband, Lena Burger und Rainer Hormann von der EGT, Ilhan Karakus vom Planungsbüro und Matthias Wühr von der Firma KTS. Foto: Stefan Heimpel

Der Startschuss für den letzten großen Bauabschnitt für das schnelle Internet in Furtwangen ist gefallen. Zum Jahresende sind fast alle Bereiche angeschlossen.

Nach fast zehn Jahren ist das Ziel in Sicht: Mit dem Ausbauprojekt „Furtwangen – Schützenbachtal mit Gewerbegebiet“ wurde mit dem Spatenstich der letzte offizielle Bauabschnitt für die Breitbandversorgung gestartet.

 

Damit werden entlang der Triberger Straße und im Schützenbach 88 weitere Glasfaseranschlüsse verlegt. Acht der 130 Eigentümer in diesem Bereich haben sich stattdessen für eine sogenannte Ablage entschieden. Auf 14 Grundstücken gibt es eine „Pflichtablage“.

Bei der vollen Förderung der Breitbandversorgung in diesem Bereich wird auf jeden Fall der Anschluss bis aufs Grundstück gelegt, der Anschluss kann dann später jederzeit problemlos realisiert werden. Die Baukosten betragen rund 1,4 Millionen Euro. Laut Plan sollen die Arbeiten bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Auch für diesen Abschnitt wurden wieder umfangreiche Fördermittel von Land und Bund für weiße und graue Flecken sowie für das Gewerbegebiet bewilligt. Im Gewerbegebiet werden 13 Anschlüsse verlegt. Insgesamt wird ein Kabel-Graben von 6,8 Kilometer hergestellt. 17,1 Kilometer Rohre und Rohrverbände werden darin verlegt und dies mit 50,3 Kilometern Glasfaserkabel.

EGT beteiligt sich an den Bauarbeiten

Michael Willmann, Bauleiter des Zweckverbands Breitband, betonte, dass man ein wichtiges Zeichen für die Zukunft setze. Sein Dank galt Bund und Land für die Fördermittel sowie der Stadt für die gute Zusammenarbeit. Ein Dank galt auch dem Stromversorger EGT, der sich an den Bauarbeiten beteiligt und in den meisten Bereichen Leerrohre mit verlegen lässt, um später die Stromversorgung zu modernisieren.

Geplant wurde das Bauprojekt wieder von MRK Media, mit der Baufirma KTS hat man einen bewährten Partner verpflichten können. Diese Bauphase, die noch in diesem Jahr realisiert werden soll, ist der letzte Abschnitt für die Breitbandversorgung in der Stadt. Allerdings sind inzwischen Lösungen für weitere grauen Flächen im Stadtgebiet angedacht, die aber keinen gemeinsamen Bauabschnitt bilden und erst geplant werden müssen. Graue Flecken sind Gebiete im Breitbandausbau, die zwar über eine Internetverbindung von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verfügen, aber nicht ausreichend mit Gigabit-Infrastruktur mit mindestens 100 Mbit/s versorgt sind.

Ein Rückblick

Im Juli 2017 erfolgt im Katzensteig der erste Spatenstich für das Breitband, die ersten Abschnitte in der Innenstadt und das Katzensteiger Tal sollten angeschlossen werden. Dann ging es bald weiter Richtung Neukirch. Und mit dem Abschnitt im Schützenbach sind nun alle wesentlichen Bereiche in Furtwangen und den Ortsteilen, die bisher kein schnelles Internet zur Verfügung hatten, angeschlossen.

Von großer Bedeutung sind auch die hohen Zuschüsse des Lands und des Bundes. Ursprünglich hatte man für das komplette Furtwanger Breitband etwa 15 Millionen Euro kalkuliert, die Gesamtsumme dürfte nun aber dank der hohen Zuschüsse bei nur sechs Million Euro bleiben. Mit dem Abschluss dieses Bauschnitts Ende des Jahres belegt Furtwangen im innovativen Zweckverband Breitband Schwarzwald-Baar einen Spitzenplatz.

In vielen Gemeinden im Kreis wird weiter geplant

Am weitesten ist der Ausbau in Blumberg, Brigachtal und Gütenbach vorangeschritten. Dort sind über 97 Prozent der Gebäude mit Glasfaser erschlossen, so die Information des Zweckverbands. Furtwangen ist nach Beendigung dieses letzten Bauabschnitts ebenfalls in diesem Bereich. In vielen Gemeinden im Kreis wird weiter geplant und gebaut.