Tourismusverein und GmbH werden aufgelöst. Furtwangen, St. Georgen, Schönwald und Schonach sehen sich mit der Hochschwarzwald Tourismus GmbH auf einem guten Weg.
Dieser denkwürdige Tag münde keineswegs in einer Beerdigung, vielmehr sei es eine Weiterentwicklung – auf diese Feststellung legten die Mitglieder des Vorstands des Tourismusvereins „Ferienland im Schwarzwald e.V.“ am Ende Wert – auch wenn Verein und GmbH nun aufgelöst und abgewickelt werden sollen.
Nach dem Beitritt der vier Ferienlandgemeinden Furtwangen, St. Georgen, Schönwald und Schonach zur Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) mit einer „Probezeit“ von fünf Jahren hatten die Mitglieder auf Rat des Vorstands bei der Hauptversammlung 2022 für das Jahr 2021 beschlossen, den Verein zunächst weiterzuführen, stellte der Vereinsvorsitzende Josef Herdner fest. Diese Zeit sei nun vorbei, in jüngster Zeit habe man als Ferienland fast nichts mehr bewegt, allerdings sei die Mountainbike-Beschilderung erledigt und der eine oder andere Vermieter-Stammtisch habe sich getroffen.
Von einst mehr als 500 Mitgliedern hielten dem Verein heute noch 244 die Treue. Von diesen seien bei der heutigen Versammlung gerade 25 dabei. Inzwischen seien mit der HTG neue Verträge geschlossen, die Arbeit mit dem Verbund verstetige sich, man sei auf einem guten Weg, schloss er seinen Kurzbericht.
Kassier Bernhard Stiefel legte dezidiert die Kassenberichte der Jahre 2022, 2023 und 2024 offen, die nur wenige Bewegungen aufwiesen. Einziger Posten neben den Mitgliedsbeiträgen seien die Ausgaben für die genannte Beschilderung, die an die GmbH gegangen seien. Am Ende stünden knapp 62 000 Euro als Vereinsvermögen. Man werde eine Rückstellung von 20 000 Euro für die Auflösung der GmbH bilden, was er als keine kleine Sache darstellte. „Das kann bis zu drei Jahre dauern. Und der Verein selbst kann erst nach Bekanntmachung der GmbH-Auflösung aufgelöst werden, was auch kein Selbstläufer ist“, verdeutlichte Stiefel das Prozedere. Immerhin: „Der Verein ist wirtschaftlich absolut in der Lage, die Abwicklung der GmbH problemlos zu stemmen“, betonte er. Die Entlastung von Kassier und Vorstand erfolgte dreistufig, für jedes abgelaufene Jahr einzeln, aber einstimmig.
Ende zum 31. Dezember
Da der Verein alleiniger Gesellschafter der GmbH ist, könne dieser auch die Auflösung der Gesellschaft beschließen. Man beschloss daher einstimmig, die GmbH zum 31. Dezember 2025 aufzulösen.
„Die Liquidation kann damit ab dem 1. Januar beginnen. Der Verein, auch wenn seine Auflösung heute beschlossen wird, existiert weiter, bis die Auflösung im Handelsregister veröffentlicht wurde“, verdeutlichte Vorsitzender Herdner.
Liquidatoren sind Christian Wörpel und Josef Herdner
Als Liquidatoren wurden Schönwalds Bürgermeister Christian Wörpel sowie der Vorsitzende selbst gewählt. Da die GmbH mittlerweile kein eigenes Vermögen mehr habe, werde man aus dem Vereinsvermögen entsprechende Rücklagen bilden.
Auch die Auflösung des Vereins wurde einstimmig beschlossen, man könne aber mit der Abwicklung frühestens zum Jahresende 2026 rechnen. Als Liquidatoren wurden hier Bernhard Stiefel und Josef Herdner gewählt. Für die Vereinsauflösung und damit eventuell verbundene Diskussionen mit dem Finanzamt sollen 15 000 Euro zurückgestellt werden, das Restvermögen werde laut Satzung an die Kommunen verteilt, wo sie touristischen Zwecken zugeführt werden müsse – was aber frühestens im Jahr 2027 so weit sei.