Axel Kaltenbach schließt sein Geschäft Zweisam Mode in Schonach – und trennt sich auch von einigem Inventar, darunter Kleiderbügel und Schaufensterpuppen. Foto: Helen Moser

„Man wird schon ein wenig wehmütig, so gegen Schluss“, sagt Axel Kaltenbach. Er schließt sein Geschäft Zweisam Mode in Schonach. Was danach mit der Marke und dem Gebäude passiert.

Nur noch wenige Tage, dann endet in Schonach eine Ära: Axel Kaltenbach schließt sein Geschäft Zweisam Mode an der Triberger Straße. Damit verabschiedet sich der Modehändler ganz aus dem stationären Geschäft – verschwindet aber nicht ganz von der Bildfläche. Kaltenbach blickt in den letzten Tagen des Ausverkaufs schon in die Zukunft.

 

Dann nämlich stehen bei Zweisam Mode alle Zeichen auf Workwear, also Bekleidung für die Arbeitswelt. Schon vor Jahren habe man angefangen, diesen Bereich aufzubauen, erklärte Kaltenbach schon im Juni vergangenen Jahres, als er seine Entscheidung, das Modegeschäft zu schließen, verkündete – nun folgt wegen der zu schwierigen Rahmenbedingungen im stationären Modehandel die alleinige Fokussierung hierauf.

Ein Teil der bisherigen Geschäftsräume an der Triberger Straße soll zunächst als Showroom erhalten bleiben – hier möchte Kaltenbach die Möglichkeit haben, seinen Kunden Workwear-Kollektionen zu präsentieren. Das soll aber nur eine Übergangslösung sein.

Denn eigentlich soll für die Räume eine Nachnutzung gefunden werden. Bislang sei man mit einem Unternehmen noch im Gespräch geblieben wegen einer möglichen Nutzung der Räume – andere Ideen, die im Raum standen, hätten sich wieder zerschlagen, bedauert Kaltenbach. Er sei nach wie vor offen für Konzepte, um die Räume zu füllen, betont er. Falls sich gar nichts finde, werde er darüber nachdenken, die Ladenräume zu Wohnungen umzubauen, verrät er im Gespräch. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Nach 17. Januar soll Schluss sein

Zunächst einmal stehen den Kaltenbachs – tatkräftig unterstützt wird Inhaber Axel Kaltenbach derzeit noch von seiner Mutter und seinem Vater – noch arbeitsintensive Tage ins Haus. Denn der Schlussverkauf, der mittlerweile schon seit etwa einem halben Jahr läuft, geht nun in den Endspurt. Bis 17. Januar soll er abgeschlossen sein.

„Mittlerweile gibt es schon deutliche Lücken im Sortiment“ – man müsse schon Glück haben, das Kleidungsstück, das einem gefällt, auch in der eigenen Größe zu finden, sagt Kaltenbach. Das mache die Suche für Schnäppchenjäger nun zwar tendenziell zäh, sei aber aus seiner Sicht natürlich auch erfreulich. „Wenn wir jetzt noch große Bestände hätten, wäre es wirklich schlimm“, sagt Kaltenbach im Gespräch mit unserer Redaktion.

Jetzt geht’s ans Inventar

Wobei Zweisam Mode nun, in den letzten Tagen, auch noch einiges an Inventar loswerden möchte: massenhaft Kleiderbügel, Schaufensterpuppen, Deko, Klappstühle und Tische, Warenträger, Mikrowellen und Kühlschränke, und, und, und – eben all das, was sich in mehreren Jahrzehnten in den diversen einstigen Niederlassungen des Modegeschäfts angesammelt hat und im Gebäude in Schonach eingelagert wurde.