Andrea Schatz las im Rahmen der Montagsreihe „Frauenflug“ aus ihren Büchern. Foto: Marschal

Mit viel Gefühl, Tiefgang und einem feinen Gespür für Sprache nahm Andrea Schatz ihr Publikum mit auf eine literarische Reise durch Kindheit, Frau-Sein und Erinnerungen.

Die Balinger Hobbyautorin Andrea Schatz hat ein umfangreiches Repertoire an Texten verschiedener Sorten: Verse, Kurzgeschichten, Nachdenkliches, Lustiges – die gebürtige Isingerin schreibt das auf, was ihr gerade durch den Kopf geht. Für die Reihe „Frauenflug“ der katholischen Erwachsenenbildung hat Schatz vor allem die ruhigeren Geschichten mit Tiefgang herausgesucht. Ihr Auftaktstück hat sie eigentlich zum Weltfrauentag geschrieben, für die Lesung im Gemeindehaus der Heilig-Geist-Kirche aber umgeschrieben und so viele Frauen-Worte wie möglich untergebracht. Auch der zweite Text „Weil“ drehte sich um Frauen und warum sie das Leben besser meistern.

 

Gemeinsam erinnern

Mit Auszügen aus dem Buch „Lebenslust“, das sie als Geschenk für ihre Mutter geschrieben hat, erzählte Schatz detailreich von Lilli und ihrer Kindheit auf dem Land in den 1970er-Jahren. Etwas früher, in der Nachkriegszeit, spielt die Geschichte der „Wilden Martha“, deren Vater in Stalingrad als vermisst gilt.

Besonders nachdenkliche Texte hat Schatz in ihrem Buch „Reise nach Alzheim“ zusammengetragen. Etwa über Opa Jakob, mit dem sie sich gemeinsam an sein Leben erinnert.

Rund 25 Zuhörer lauschten den Geschichten – und diese waren nicht nur für Frauen. Auch ein paar Männer mischten sich unter das Publikum.