Der aus Kippenheim stammende Markus Fix las aus seinem neuesten Werk „Ein Männlein stirbt im Walde“ und erläuterte Hintergründe.
Bereits zum zweiten Mal hieß die Bücherei im Bürgerhaus den aus Kippenheim stammenden Markus Fix zu einer Krimi-Lesung willkommen. Fix stellte seinen Schwarzwaldkrimi „Ein Männlein stirbt im Walde“ vor, beleuchtete den Entstehungsprozess und teilte wissenswertes Hintergrundwissen und Anekdoten zum Krimi mit dem Auditorium.
Daniela Goth, Frontfrau des Bücherei-Teams, zeigte sich erfreut, dass sich so viele Zuhörer eingefunden hatten. Markus Fix hatte fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor seinen Erstlingskrimi „Wem die Kuckucksuhr schlägt“ im Bürgerhaus vorgestellt. Viele der Zuhörer waren mit dem Besuch seiner zweiten Lesung ebenso zum Wiederholungstäter geworden wie Fix und sein Ermittler-Team.
„Obwohl ich als Autor die Freiheit genieße, zu schreiben, was ich will, Protagonisten zu erfinden, wie sie mir in den Sinn kommen, habe ich mich entschlossen, mit ,Ein Männlein stirbt im Walde’ eine Fortsetzung zu liefern“ gesteht Markus Fix. So arbeitet sich der aus Berlin stammende Hauptkommissar Thomas Häberle mit den ihm erneut zur Seite gestellten Ermittlerinnen Julia Specht und Maria Dupont nicht nur durch einen Bannwald, sondern auch durch einen Mordfall. Mit von der Partie sind erneut Häberles Mitbewohnerin Lotte Merckheim, Manuel Palmer, Chef der Spurensicherung, und Polizeidirektor Thorsten Furtwängler. Komplettiert wird das Team durch eine neue Gerichtsmedizinerin, Anne Endlich.
Gespickt mit Humor, Wortspielen, Ausflügen in das Schlagerrepertoir der 80er-Jahre, aber auch viel recherchiertem und fundiertem Fachwissen führt der Autor seine Zuhörer durch das Mordgeschehen, ohne einen Spoiler auf den Täter oder die Täterin zu geben.
„Bei einer Wanderung bei Oberried brannte sich ein Wegweiser in mein Gedächtnis ein. Auf dem Schild für Wanderer war neben den Entfernungskilometern zum Feldberg oder Zipfeldobel auch ,Toter Mann – 6 km’ zu lesen. Ich hatte eben den Tatort für meinen Krimi gefunden“ gab Fix im Plauderton preis.
Über Zeitungsartikel auf Pilz aufmerksam geworden
In einem Zeitungsartikel wurde er auf einen Pilz mit dem klangvollen Namen „Orangefuchsiger Raukopf“ aufmerksam. Der Tod tritt bei diesem Giftpilz erst nach einer Latenzzeit von mehreren Tagen ein. Als Fix herausfand, dass dieser „Meuchelmörder“, wie er auch genannt wird, auch im Schwarzwald gedeiht, war die Mordwaffe für den Roman ebenfalls gefunden.
Zum Inhalt: Die Leiche des Mordopfers – der passionierte Pilzsammler Stefan Schwamm – „Schwammerl“- wird, dahingerafft vom Giftpilz, im Unterholz des Bannwaldes beim „Toten Mann“ aufgefunden. Dem Leitspruch: „Was Phantasie angeht, überlassen wir die Joanne Rowling und ihrem Harry Potter. Wir sind die Spurensicherung! Fakten sind gut, Vermutungen schlecht“ lichten die Kriminalisten schlussendlich das Dickicht und lösen den Fall.
Im Anschluss an die einstündige Lesung stellte sich der Autor noch Fragen seiner Zuhörer. Dabei eröffnete er, dass im April 2025 sein dritter Schwarzwaldkrimi erscheinen wird. Die Schreibzeit eines Romans liege bei Fix bei etwa drei Monaten. Mit Lektorat liegen so zwischen Idee und Erscheinen des Buches circa ein Jahr. „Wem die Kuckucksuhr schlägt“ habe sich bislang 4000 Mal in gedruckter Version verkauft. Fix, der in seiner Heimatgemeinde honorarfrei las, wurde durch das Bücherei-Team mit einem Weinpräsent bedacht. Eine anschließende Signierstunde wurde durch den Weinhof Kippenheim bewirtet.