Das sagt unsere Leserin Christine Herden aus Zell zu den geplanten Lebensmittel- und Drogeriemärkten in Hausen.
Gerne möchte ich als Zeller Bürgerin zum Artikel und dem geplanten Bau des Discounters Netto, des Drogeriemarktes Rossmann und eines Getränkemarkts in Hausen Stellung nehmen: Für mich ist dieses Vorhaben eine Ressourcenverschwendung ersten Ranges. Leider hat der Zeller Gemeinderat diesem Wahnsinn in seiner Sitzung am 22. April zugestimmt.
Meines Erachtens sind wir im Wiesental (Schönau, Zell, Hausen, Schopfheim, Maulburg und Steinen) mit Einkaufsmöglichkeiten sehr gut aufgestellt.
Unser Edeka in Zell hat eine solide Abteilung mit Drogerieartikeln; „spezielle Drogeriewaren“, wie sie Herr Lepkojis nennt,bekommt man problemlos in Schopfheim und Schönau; ebenso gibt es eine gut sortierte Getränkeabteilung.
Diese Grünfläche an der Wiese bietet mit ihrer Vielfalt einen besonderen Lebensraum für viele Tiere et cetera. Und in Hausen existiert seit vielen Jahren der Sparladen, der im Übrigen ebenfalls Backwaren anbietet und das direkt vom Bäcker und nicht aus irgendeiner Massenproduktion, die irgendwo im Ausland stattfindet; von den langen Transportwegen ganz zu schweigen. Dann soll die Grünfläche auch noch 100 Parkplätzen weichen; dann eine Abbiegung von der B 317, die noch mehr Unfälle begünstigen wird.
Was mich ebenfalls wundert ist die Tatsache, dass trotz der Hochwassergefahr an diesem Standort eine Bebauung vom Landratsamt und Regierungspräsidium erlaubt ist.
Das hat für mich alles nichts mit Bürgernähe oder Kundenfreundlichkeit zu tun, sondern eher mit einer Profit orientierten Haltung. Das ist meine persönliche Meinung dazu, und ich kann mir vorstellen, dass es vielen anderen Bürgern und Bürgerinnen ähnlich geht.
Christine HerdenZell im Wiesental