Die Berichterstattung im Vorfeld der Gemeinderatssitzungen wurde in St. Georgen thematisiert. (Archivbild) Foto: Helen Moser

Zur Berichterstattung im Vorfeld der Gemeinderatssitzungen schreibt uns Axel Heinzmann aus St. Georgen.

Zum veröffentlichten Leserbrief von Ute Schlegel möchte ich mit folgendem Leserbrief antworten: Frau Schlegel hat in einem Punkt völlig recht, hätte ich als Gemeinderat im Vorfeld besser recherchiert und hätte die Ausführungen vor und während der Sitzung noch mehr hinterfragt, hätte ich vermutlich gegen den Beschlussvorschlag gestimmt.

 

Hätte ein Pressevertreter die Fraktionen vorab auf die Bedenken der Presse angesprochen, wäre es vermutlich auch anders verlaufen.

Und ja, den vorgebrachten Vorwurf mache ich mir selbst am meisten, denn ich habe dem Thema zu wenig Bedeutung zugemessen, um eine größere Diskussion darüber anzufangen. Asche auf mein Haupt, damit ist es dann aber auch gut. Ich nehme für mich und meine Fraktionskollegen schon in Anspruch, die letzten Jahre gut vorbereitet und kritisch genug in die Sitzungen gegangen zu sein. Oft genug haben wir ausführlich argumentiert und diskutiert – aus Überzeugung und auch gegen vorhandene Mehrheiten. Dieses Mal ist es eben anders gelaufen, und das darf man mir gerne persönlich ankreiden. In Summe dürfte es aber wohl auch ein fast einmaliger Vorgang sein, dass der Bürgermeister die Angelegenheit öffentlich auf seine Kappe nimmt, der Passus bei nächster Gelegenheit wieder aus der Geschäftsordnung entfernt werden wird und die Presse ihr Recht auf ungehinderte Vorab-Berichterstattung somit durchgesetzt hat. Ich denke das kann man so akzeptieren und als Denkzettel für zukünftige Entscheidungen für alle Beteiligten mitnehmen.

Axel Heinzmann, St. Georgen

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