Alte Wechselrichter können weiter verwendet werden. Foto: picture alliance/dpa

Ein Leser nimmt Bezug auf den Artikel „Was tun mit alter PV-Anlage?“ vom 26. Februar.

Bei den in diesem Artikel aufgeführten Möglichkeiten vermisse ich den Hinweis auf eine Anlage mit Stromspeicher, bei der die alten Wechselrichter weiterhin verwendet werden und damit ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

 

Das System sieht so aus, dass zuerst die alten Wechselrichter vom Einspeisezähler getrennt und an das Hausnetz angeschlossen werden. Damit hat man eine Selbstnutzung mit Überschusseinspeisung ohne Speicher.

Interessant wird die Sache, wenn man eine Zusatzelektronik verbaut, die immer dann, wenn Strom ins öffentliche Netz fließen würde, genau diese Überschussleistung in einen Akku leitet. Dazu braucht es Stromsensoren, die induktiv, direkt hinter dem Zähler, Stromstärke und Stromrichtung aufnehmen. Ein Multifunktion-Wechselrichter, der in beide Richtungen arbeiten kann, ladet den Akku bei Stromüberschuss und entladet den Akku bei Strommangel mit der passenden Leistung.

„Es lohnt sich auf jeden Fall“

Diese Elektronik mit Touchscreen kostet, bei einem renommierten Anbieter (Preisstand 27.2.2026), für eine Anlage mit 8 kW Leistung, ohne Verkabelung, 1478,03 Euro. Ein 10 kWh Akku kommt mit 1461,20 Euro noch hinzu. Man kann also mit rund 3000 Euro Materialkosten rechnen, was sich auf jeden Fall lohnt. Wenn mal ein alter Wechselrichter defekt wird, kann man problemlos einen modernen DC-DC Wechselrichter nachrüsten. Eine Kombination aus alt und neu funktioniert, aus eigener Erfahrung, problemlos

Langfristig gedacht, muss man ein Elektrofahrzeug berücksichtigen. Ich empfehle in diesem Fall Akkus mit zusammen 30 kWh und eine Elektrik, die mit 15 kW laden und entladen kann Ich habe ausgerechnet, dass dies aktuell Materialkosten in Höhe von 6582,70 Euro bedeutet. Hinzugerechnet werden müssen noch Kabel und Kosten für den Elektriker. Eine Wallbox bei der man den Ladestrom von 6 A bis 16 A an deren Touchscreen bequem einstellen kann, würde ich noch hinzunehmen. Dies wären zusätzlich 347,84 Euro. Wenn man die einzelnen Komponenten schon mal selbst an der Wand vormontiert, hält sich der Aufwand für den Elektriker in Grenzen. Ich habe so eine Anlage seit einem Jahr und bin damit sehr zufrieden.

Ich kann nur empfehlen sich selbst in die Materie einzuarbeiten und das eigene Nutzerverhalten zu berücksichtigen.

Klaus Wolter, Rosenfeld