Ein sechsköpfiges Gesangsensemble trug beim Lesekonzert in evangelischen Gemeindehaus mehrere Stücke vor. Foto: Beyer

Unter dem Titel „Komm näher, Friede!“, gab es im evangelischen Gemeindehaus in Rangendingen vielseitige Arten von literarische Beiträgen.

Geistliche und weltliche Lieder sowie literarische wie auch poetische Texte für den guten Zweck: Das boten mehrere Referenten, die Texte zugunsten der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen vortrugen. Im evangelischen Gemeindehaus wechselten entsprechend Fabeln, Gebete und Gedichte mit Stücken aus Klassik, Musical und Popmusik.

 

Die vielen Proben im Vorfeld hatten sich gelohnt: Von Anfang an bestach die Sing- und Spielfreude. Dabei wurde schnell klar dass der Funken der Begeisterung schnell auf das Publikum im voll besetzten Gemeindehaus hinüber sprang.

Thema des Abends war auch in Liedern präsent

Im Mittelpunkt stand dabei – passend zum Titel der Veranstaltung – das Thema Frieden, das auch aufgrund des Ukrainekriegs in Europa eine besondere Bedeutung hatte. Vom Abendfüllenden Programm sei hier etwa das „Adagio cantabile“ aus Ludwig van Beethovens op.13 – der vielen bekannten „Pathetique“ – genannt. Gefällig war auch das „Una festa sui prati“ von Adriano Celentano aus dem Jahre 1966.

Die Bitten beziehungsweise Rufe nach Frieden waren bei den Musikstücken mehrfach zu vernehmen: So etwa bei „Der Frieden“ (respektive Klabund, eigentlich von Alfred Henschke (1890-1928)). Auch „Oh Herr mach mich zu einem Werk deines Werkzeug deines Friedens – 1912 veröffentlicht – wurde vom Gesangsensemble tadellos interpretiert. Das gesamte Vokalensemble präsentierte sich als homogener Klangkörper: Die Sängerinnen waren Christel Tandoh-Wien, Mechtild Fingerle und Gerlinde Hirsch, während Karl Gölz, Hans-Paul Mölder und Klaus Möller für die Männerstimmen sorgten.

Pfarrer Frank Steiner lobte das Projekt

Das Ensemble wurde von Franz Pembaur komplettiert, der wechselnd auf dem Klavier und dann wieder dem E-Piano eine Begleitung vom Sextett bot, respektive das Taktmaß für die Sängerinnen und Sänger vor gab. Anzumerken sei noch das Pfarrer Frank Steiner anwesend war und das Projekt „Komm näher, Friede!“ lobte.

Das Projekt wird nun am Sonntag, 30. März, um 17 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Haigerloch nochmals stattfinden. Auch dort wird ein weiterer Leitspruch vom Lesekonzert die Prämisse sein, nämlich „ Frommer Wunsch und ernste Mahnung – verzweifelter Schrei und Vision eines neuen Menschen – Bitte der Kinder und Friedensfest – Falsches Spiel und grenzüberschreitende Vergebung“.